Im Dialog

mit der Seele

die Seele heilen

 
 

 

 

 

Verschiedene Auszüge aus dem "Heilbuch für die Familie" Bd. 1

Im Dialog mit der Seele die Seele heilen

Copyright: Ammanda Ute Brinkmann, Dossestr. 143, 16321 Bernau

(Veröffentlichung 2007/2008, Alle Rechte vorbehalten)

 

Einstimmung

Liebe ist die tiefe, wahre Sehnsucht eines jeden Menschen. Gesundheit in der Familie wünscht sich jeder Mensch. In der Realität jedoch belasten Krankheiten, Kränkungen und Beziehungsstress immer mehr die Menschen und blockieren ihre Lebensfreude. Negative Gefühle und  Erfahrungen legen sich wie ein Schatten über die Liebe und verhindern den Seelenfrieden der betroffenen Menschen. Viele Menschen sind nie darin ausgebildet worden, wie sie ihre negativen Erfahrungen und Gefühle verarbeiten und auflösen können. In der Gesellschaft nehmen Druck und Stress immer mehr zu. Es ist eine steigende Tendenz seelischer Erkrankungen zu verzeichnen. Die Zeit ist reif, dass der Mensch lernt, seine vielfältigen, teilweise auch unangenehmen Erfahrungen zu verarbeiten und in sich selbst zu erlösen.

Der Wert dieses Buches besteht darin, dass der Leser und Heilung Suchende einen Schlüssel erhält, um den Raum seiner Seele aufzuschließen und Schritt für Schritt zu heilen. Die angewandte Heilmethode der Kommunikation mit den Energien der Liebe und Nicht – Liebe im Feld des Heilung Suchenden ist der Schlüssel, der unter Anwendung des Heilprinzips der „Authentischen Heilung in Liebe“ („Heilbuch für die Familie“ Bd. 3), die Seele des Menschen genesen lässt.  Es ist ein umfangreiches Erfahrungswissen in dieses Buch eingeflossen.

Jegliche Störung und ungeheilte Energie konnte sich im Feld des Menschen entfalten, weil der Schmerz nicht kommuniziert wurde. Nicht – Kommunikation ist die Ursache für Nicht – Heilung. Das heißt: Schmerzen, Verletzungen, Kränkungen hat der Mensch nicht kommuniziert. Er hat diese aufgenommen und verdrängt. Die Ursachen für die Verdrängung sind sehr zahlreich. Im Baby- und Kleinkindalter wurden die Botschaften und Sehnsüchte nach Liebe vielleicht nicht beantwortet. Später ist u. U. der Partner, Chef oder das Kind nicht bereit, die aufgestauten Probleme zu kommunizieren. Dort, wo die Chance nicht gegeben ist, den Schmerz, die Trauer, den Verlust, die Kränkung zu kommunizieren, entstehen Blockaden, die sich ausbreiten und das Feld des Menschen beherrschen können. Diese Energien gehören zum Menschen ebenso wie Arme, Beine, Nase, Ohren und die anderen Körperteile. Nur dass der Mensch sie nicht sehen kann. Sie sind im Emotional – und Mentalkörper des Menschen gespeichert. Er kann sie aber fühlen oder denken.

In der in diesem Buch vorgestellten Heilmethode stellt der Heilung Suchende seine Verletzungen, Blockaden, Symptome, Gefühle u. a.  in Form eines Seelenbildes auf. Dafür werden Figuren, Bausteine und spezielle Materialien verwendet.

Durch die Aufstellung des Seelenbildes hat der Heilung Suchende erstmals die Möglichkeit, seine Probleme im Kontext der Energien in seinem Feld, die sein Leben und seine Seele belasten, zu sehen. Er kann von außen auf seine Probleme, seine Themen schauen. Das verändert die Situation vollkommen. Zuvor Ungreifbares wird nun für ihn greifbar – endlich. Wie lange hat er unbewusst auf diese Chance gewartet? Jetzt kann seine innere Reise der Heilung beginnen.

In einem nächsten Schritt tritt der Heilung Suchende (als Figur im Seelenbild sichtbar) aus dem Seelenbild aus. Dies ist ein Angebot, das er sich selbst macht – die Chance, aus dem Problem auszusteigen und es von außen zu betrachten. Dieser Schritt wird oft schon als Befreiung empfunden.

Dann betrachtet der Heilung Suchende sein selbst aufgestelltes Seelenbild und nimmt es aufrichtig an. Er ist bereit, anzuerkennen, dass es zu ihm gehört, dass sich diese Energien in seinem Feld befinden und sein Leben beherrschen. Die Annahme des aufgestellten Seelenbildes und die Akzeptanz der darin aufgestellten Energien ermöglicht es dem Heilung Suchenden, den nächsten Schritt zu gehen.

Er kann die Kommunikation mit den Energien der Nicht – Liebe aufnehmen und zuhören, was sie ihm zusagen haben. Ebenso kann er den Energien in seinem Feld seine Botschaften übermitteln.

Was jetzt geschieht, erscheint dem Heilung Suchenden zunächst wie ein Wunder.  Die Energien in seinem Feld sind bereit, zu kommunizieren. Sie sprechen entweder als innere Stimme zum Heilung Suchenden oder eine andere Person übernimmt die Stellvertreterrolle, d. h. sie schwingt sich intuitiv in die Energien der Liebe und Nicht – Liebe im Feld des Heilung Suchenden ein und kommuniziert, was die Energien zu sagen haben. Um diese Energien zu kanalisieren, muss der Heilung Suchende bzw. sein Begleiter mit seiner Intuition verbunden sein. Intuition ist eine Fähigkeit der Seele. Es kann sein, dass der Heilung Suchende über diese Begabung zunächst nicht verfügt. Dann ist es seine Aufgabe, seine Heil – Prozess – Arbeit von einem intuitiven Heiler begleiten zu lassen.

Anna, die Hauptfigur in diesem Buch hat dies auch getan. Sie ist ein intuitiver Mensch, der sich schon über mehrere Jahre mit seiner Heilung beschäftigt hat. Doch die Themen, die sie unbewusst belasteten, waren so tief in ihrer Seele begraben und  hatte sie so sehr verdrängt, dass sie alleine nicht dem Schmerz auf den Grund kam. Aufgrund der Tiefe und Komplexität ihrer Thematik hat sich Anna bei ihren Heilprozessen begleiten lasen. Zum einen hat sie mit einem bekannten Tieftrancemedium  gearbeitet. Sie hat Annas Schatten aus dem Urgrund des Vergessens ans Licht geholt und damit Anna den Zugang zu ihren Seele geöffnet als Voraussetzung, ihre Seele zu heilen. Danach bestand Annas Aufgabe darin, dem ans Licht geholten Schatten zu begegnen, ihn anzunehmen und zu transformieren. Diese Heil – Prozess – Arbeit  ist hier dokumentiert.

Jeder Heilung Suchende, der sich für den Weg entscheidet, mit den Energien der Nicht – Liebe in seinem Feld  zu kommunizieren, erfährt Linderung und Heilung von den Problemen, die ihn zuvor belasteten. Seit Beginn meiner Arbeit dokumentiere ich jeden Fall. Ausgewählte Fälle werden im Band 4 dieser Reihe veröffentlicht werden. Ein 19 – jähriger schizophreniekranker Abiturient wird in Anwendung dieser Heilmethode in einem viertel Jahr von seiner schweren Krankheit geheilt. Klienten mit Angst – und Panikstörungen sind nach 9 bis 12 Sitzungen von ihren Symptomen befreit. Auch Klienten mit physischen Störungen, wie Krebs, Diabetes, Rheuma, Hauterkrankungen haben Linderung und Heilung erfahren können. Klienten berichten über eine neue Lebensqualität, die ihnen die Heil – Prozess – Arbeit ermöglicht hat. Es ist wichtig anzumerken, dass Heilung Suchende im Rahmen unserer gemeinsamen Heilarbeit lernen, sich selbst zu heilen, Seelenhygiene zu betreiben und mit den Energien in ihrem Feld zu kommunizieren. Heilung ist ein stetig andauernder Prozess. Heilung  geschieht, wenn der Heilung Suchende es aufrichtig beabsichtigt und die erforderlichen Maßnahmen einleitet. Betonen möchte ich, dass es in der Heil – Prozess – Arbeit nicht darum geht, die Symptome zu beseitigen. Es geht in der Heilung darum, die Ursachen, die seelischen Verletzungen und Schmerzen, die hinter den Symptomen stehen, zu erkennen, anzunehmen, zu kommunizieren und zu heilen. Die „Ausleitung“ der Energien der Nicht – Liebe aus dem Feld des Menschen erfolgt durch Einsicht, Verständnis, Reue und Vergebung.

Das nach dem Vergebungsritual  aufgestellte geheilte Seelenbild nimmt der Klient erleichtert auf. Er kann das neue Bild mit den Augen sehen und mit dem Herzen fühlen. Er atmet dieses zusammen mit heilenden Essenzen ein. Es kommt der Augenblick, in dem der Heilung Suchende spürt, dass es vollbracht ist, dass die Heilung am aufgestellten Seelenbild vollendet ist.

Der beschriebene Heilungsprozess dauert ca. 3 bis 5 Stunden. Allein der Klient entscheidet, wie lange er braucht, um sein aufgestelltes Seelenbild zu heilen, in dem er Schritt für Schritt alle dafür notwendigen Stufen durchläuft.

Anna und viele andere Menschen haben die Früchte dieser Heil – Prozess – Arbeit geerntet, die ich als „Authentische Heilung in Liebe“ bezeichne. Die „Authentische Heilung in Liebe“ ist ein Heilprinzip, das ich im „Heilbuch für die Familie“ Bd. 3 ausführlich beschreibe. Ich bitte die Leser um Verständnis, dass ich in diesem Buch auf die theoretischen Grundlagen meiner Arbeit wenig eingehen kann. Auch gehe ich auf die einzelnen Schritte: das Seelenbild aufstellen, Annahme, Aufstellen des neuen Seelenbildes und die Ausklangphase, die durch das einatmen des neuen Seelenbildes gekennzeichnet ist, nur gelegentlich ein.  Den Schwerpunkt habe ich in diesem Buch darauf gelegt, dem Leser ein Verständnis zu vermitteln, wie es möglich ist, sich und seine Seele zu heilen, in dem er in einen Dialog mit seiner Seele und en Energien der Liebe und Nicht – Liebe in seinem Feld tritt.

Die meisten Menschen sind es gewohnt, ausschließlich mit Personen der äußeren Welt zu kommunizieren. Im Buch lernt der Leser, wie Kommunikation mit den inneren Welten wahre Heilung bewirken kann. Was sich beim Lesen dieses Buches vor dem inneren Auge des aufmerksamen Lesers abspielt, möge sich anfühlen wie ein Theaterstück. Dem Heilung Suchenden sei versichert, dass es das nicht ist. Es ist die Realität des Lebens, teilweise bittere Realität. In der Arbeit mit meinen Klienten übernehme ich oft die Stellvertreterrolle für die Eltern, Geschwister oder andere Personen ihres Umfeldes. Immer wieder erklären mir meine Klienten, dass sich ihre Verwandten und Bekannten so verhalten, ausdrücken bzw. kommunizieren, wie sie es in der Sitzung durch mich als Mittlerin taten. Mit den Energien, war es ähnlich. Sie vermittelten uns Einsichten, die der Realität entsprachen. Eine Klientin z. B., die an Rheuma litt und deren Kinderwunsch sich nicht erfüllte, litt an einem Überschuss an männlichen Hormonen. Das war medizinisch erwiesen. Von diesem Sachverhalt hatte ich keine Kenntnis. Als ich mit den Energien in ihrem Feld kommunizierte, erklärten sie uns genau diesen Sachverhalt. Die Energien in unserem Feld kommunizieren klar und wahrhaftig, wenn wir in der Lage sind, die feinen Energien wahrzunehmen und ihre Schwingung zu übersetzen. Während dieser Arbeit nehme ich mich vollkommen zurück. Ich fühle keinen Zwang, etwas wahrnehmen zu müssen. Ich erkläre meinen Klienten, dass ich Mittlerin zwischen den Welten bin, der irdischen und der seelischen Welt. Ich habe nur Liebe für meine Klienten und den Energien in ihrem Feld. Grundsätzlich bewerte ich nichts. Es ist wie es ist. So wird es akzeptiert. Auch stehe ich nicht unter Druck, etwas hören zu wollen. Wenn eine Energie nicht kommunizieren will, ist das in Ordnung. Dies geschieht jedoch äußerst selten. Dann ist es noch nicht angesagt, die Tür zu dem Raum dahinter zu öffnen. Es wird geschehen, wenn die Zeit reif ist. Während ich die Energien kontaktiere, rede und  schreibe ich zugleich. Es ist meine Art und Weise, diese Arbeit zu realisieren. Der Vorteil ist, dass ich jederzeit auf die Informationen zurückgreifen kann, was wiederum für die Heil – Prozess – Arbeit sehr nützlich ist.

Der Heilung Suchende profitiert am meisten von dem vorliegenden Heilbuch, wenn er es als Heil - und Arbeitsbuch benutzt. Die vorgestellte Arbeit kann durch den Leser leicht nachvollzogen werden und seine Heil – Prozess – Arbeit anleiten, inspirieren und motivieren. Das Heil – und Arbeitsbuch folgt einem logischen Aufbau. Schritt für Schritt wird der Heilung Suchende mit den verschiedensten Themen der Heilung und den Möglichkeiten der Selbstheilung konfrontiert, die ihn zur Selbsterkenntnis anregen und zum Handeln auffordern. Einer inneren Logik folgend, formt sich im Heilung Suchenden das Bild, wie er sich selbst heilen kann. Es offenbart sich ihm ein Verständnis, wie Heilung funktioniert. Heil – Prozess – Arbeit legt den Schwerpunkt auf den Prozess. Das Heilbuch kann als Wissensspeicher in relativ kurzer Zeit durchgearbeitet werden. Als Anleitungsbuch zur Selbstheilung wird dieses Buch jedoch über einen längeren Zeitraum den Heilung Praktizierenden begleiten. Jedes Thema an sich bedarf eines Prozesses der intensiven Hingabe und Auseinandersetzung.

Die Reise der Liebe, die der Leser antritt, ist von tiefen inneren Selbstheilungsprozessen begleitet. Der Heilung Suchende erkennt in diesem Prozess den Wert der Arbeit an sich selbst. Das Initiieren wahrer Heilung im Leser ist ein Grundanliegen dieses Buches. Um dieses zu ermöglichen, benötigt der Heilung Suchende eine Grundausstattung an Informationen, sein „Handwerkzeug“. Es ist das Wissen, wie er sich von den „Energien der Nicht – Liebe in seinem Feld“ befreien und die „Energien der Liebe in sein Feld“ integrieren kann.

Eine Grundvoraussetzung für diese Arbeit ist, dass der Heilung Suchende psychisch gesund und in der Lage ist, die Verantwortung für seinen Heilungsprozess zu übernehmen. Liegt eine psychische Erkrankung vor bzw. liegen bereits erste Anzeichen und Symptome vor, die eine psychische Erkrankung vermuten lassen, ist es notwendig, dass sich der Betroffene in eine psychotherapeutische Behandlung begibt. Das „Heilbuch für die Familie“ Band 3 enthält Hinweise, worauf der Heilung Suchende achten kann, bevor er sich einem Therapeuten oder Heiler anvertraut.

Das Handwerkszeug des Heilung Suchenden ist sein Schatz, mit dem er sich auf den Weg seiner Heilung begeben kann. Es unterstützt den Heilung Suchenden darin, seinen Weg der Heilung selbstbestimmt, individuell und intuitiv in dem ihm eigenen Rhythmus zu gehen.

Zur Verinnerlichung des in diesem Buch vermittelten Wissens bedarf es der inneren Schau. Kein Wissen ist wirklich wahrhaftig, wenn es nicht durch den Sucher geprüft, erkannt, verinnerlicht und als das eigene Wissen angenommen wurde. Aus diesem Grund erhält der Sucher die Gelegenheit, Reisen zu sich selbst zu unternehmen, in seine inneren Welten vorzudringen, um sich selbst besser kennen und lieben zu lernen. Gleichnisse, Geschichten und Gebete helfen, das Wissen intuitiv aufzunehmen und sich mit den Energien der jeweils behandelten Thematik auseinanderzusetzen. Rituale unterstützen den Heilung Praktizierenden, den Heilungsprozess einzuleiten.

Menschen, wahrhaftig in ihren Heilungs- und Selbstheilungsprozessen zu begleiten, ist die Aufgabe dieses Buches. Diesem Anspruch kann das Buch nur gerecht werden, wenn es die Aufmerksamkeit auf die größte Herausforderung lenkt, vor der jetzt jeder Mensch steht – die Befreiung seines Feldes von der Nicht – Liebe und die Integration der Liebe in sein Leben. 

Von Herzen wünsche ich dem Leser und Heilung Suchenden, dass er wahre Heilung tief in seiner Seele erfahren möge.

Lass dich auf diesen Prozess ein. Lass dich auf deine Heilung ein. Lass dich auf dich selbst ein. Lass dich darauf ein, mit dir selbst, deinen vielen Anteilen in dir, zu kommunizieren.

Vor dir liegt ein Schlüssel, wie du das Tor der Heilung ausschließen und in den tiefsten Schichten deines Seins genesen kannst.

 

Die Seele des Menschen

 Was ist die Seele?

Die Seele ist etwas Wunderbares.

Sie ist das, was uns Mensch werden und sein lässt.

Sie ist es, die uns denken und fühlen lässt.

Sie wohnt in uns

und wir wohnen in ihr.

Dennoch ist es uns möglich,

 sie zu verdrängen,

sie zu verbannen,

sogar sie zu töten,

nicht in letzter Instanz,

 doch bis zu einem gewissen Grade.

 

Die Seele ist es, die den Menschen führt

und ihm den Weg seiner Vorwärtsentwicklung weist –

seiner geistigen und seelischen Entwicklung.

Der Mensch kann sie vielleicht nicht sehen,

doch kann er sie fühlen,

er kann sie hören.

Der Mensch kann die Botschaften seiner Seele empfangen.

Die Seele sendet ihre Informationen

 über Eingebungen, Gedanken, Gefühle, Träume,

andere Menschen, Situationen, Krankheiten u. a.

 

Der Mechanismus der Seele ist eine Wissenschaft

und wird vielen Menschen bald allgemein zugänglich sein,

so dass jeder ein Bewusstsein für seine Seele entwickeln kann.

 

Die Seele selbst ist nicht allein.

An ihrer Seite hat sie Begleiter,

 die die Seele in ihrer Arbeit mit der Persönlichkeit unterstützen.

Der Mensch kann mit seiner Seele und seinen Seelenbegleitern kommunizieren.

Wer diese Fähigkeit nicht entwickelt hat, kann es lernen. 

Der Schlüssel ist die Entwicklung der Intuition.

Die Intuition ist der Gegenpart zum Intellekt.

Kreativität ist ohne Intuition nicht möglich.

 

Die Seele ist nicht unbedingt vollkommen.

Sie kann es sein.

Die Seelen der meisten Menschen befinden sich in der Entwicklung,

das heißt, dass die Seele über die Persönlichkeit Erfahrungen sammelt.

Darum inkarniert sie, das heißt sie erschafft sich einen Körper

über den sie z. B. irdische Erfahrungen sammeln kann.

 

 Da die meisten Seelen der Menschen nicht vollkommen sind,

braucht die Seele eine Führung.

Diese Führung übernimmt unter anderen das Höhere Selbst des Menschen.

Es ist das Gottselbst, das jeder Mensch in sich und um sich trägt.

Der Mensch ist energetisch über Energiefäden

 mit seiner Seele und seinem Gottselbst verbunden.

Die Seelenwissenschaft ist eine uralte Wissenschaft,

die dabei ist, wieder zu erblühen

und der Menschheit allgemein zugänglich zu werden.

 

Der Begriff Seele, nach der altgriechischen Sprache Psyche oder Pneuma, lateinisch anima, wird abhängig vom Kontext in verschiedenen Bedeutungen verwendet.

(Anmerkung der Autorin: Eine ausführliche Darstellung des Mechanismus der Seele erfolgt im Heilbuch für die Familie Bd. 2 „Authentische Heilung in Liebe – Ein Heilbuch für Heiler und Klienten“)

 

Wie kann der Mensch seine Seele wahrnehmen? 

Die bewusste Wahrnehmung der Seele und ihrer Botschaften erfordert eine Zeit der Stille, in der sich der Mensch auf seine Seele einstimmt und konzentriert. Es gibt vielfältige Möglichkeiten und Techniken, das Bewusstsein auf die Seelenkommunikation auszurichten.

Die in der Regel ohne bewussten Willen gesteuerte Kommunikation mit der Seele wird während des Schlafes stattfinden. Der Mensch erinnert sich des Morgens an seine Träume, die ihm Ratgeber und Wegweiser für sein Leben sein können.

Bewusste Techniken, die Intuition und damit das Seelenbewusstsein zu schulen, sind zum Beispiel:

Die Meditation ist eine weit verbreitete Methode, seinen Geist von der äußeren Form in die innere Bedeutung aller Dinge zu führen. Der Geist kommt in der Meditation zur Ruhe. Er bewegt sich von den äußeren Erfahrungswelten in die inneren Welten des Suchenden hinein, die ihm schließlich ermöglichen, den Kontakt zu seiner Seele aufzubauen als Voraussetzung, sein Bewusstsein ständig zu erweitern.

Traumarbeit unterstützt den Menschen in seinen Selbsterkenntnisprozessen. In der Nacht führt unsere Seele Regie. Sie führt den Träumenden tief in die Landschaften seiner Seele hinein und initiiert Traumbilder als Botschaften der Seele an die Persönlichkeit. Sie geben dem Träumer entscheidende Hinweise für seine Persönlichkeits- und Seelenentwicklung. In der Traumarbeit werden Träume analysiert und die Traumbotschaften entschlüsselt.

Das Wort Yoga kommt aus der indischen Gelehrtensprache Sanskrit und wurde aus dem Begriff Yui abgeleitet, der u. a. verbinden, vereinigen, anbinden bedeutet. Ziel des Yoga ist die Vereinigung von Körper, Geist und Seele - die Verschmelzung des endlichen Seins mit dem unendlichen Sein. Yoga erlaubt eine Kontrolle über die niederen Triebe. Die Weisen des alten Indien erkannten auch den tieferen Zusammenhang dieses Bildes. In den Upanisaden heißt es sinngemäß: Der menschliche Körper ist das Fahrzeug der Seele (des Selbstes = âtman), und die menschlichen Sinne sind zunächst wie wilde Tiere. Sie müssen gebündelt (vereinigt) und kontrolliert (gelenkt) werden, damit der Mensch mit seinem Fahrzeug zur Selbst-Verwirklichung gelangen kann.

Die Energiearbeit nimmt in der Heilung und Selbstheilung einen immer größeren Stellenwert ein. Es sind viele neue Heilungsmethoden entstanden. Der Mensch besinnt sich auf alte traditionelle Heilungsmethoden und es entstehen immer neue Möglichkeiten der Selbstheilung durch Energiearbeit. Unter Energiearbeit werden Methoden der Heilung und Selbstheilung verstanden, mittels derer Energien im physischen und in den feinstofflichen Körpern des Menschen bewusst harmonisiert werden. In der Energiearbeit lernt der Mensch u. a. seine Energiekörper zu reinigen, zu harmonisieren und sich zu erden.

Bei der Imagination sind frei aufsteigende Bilder zu vorgegebenen Themen aus dem Unterbewusstsein die Grundlage der Bewusstseinsarbeit. Die Bilder entwickeln relativ schnell eine Eigendynamik und tragen zur Selbsterkenntnis bei. Die Arbeit mit den inneren Bildern gibt uns die Möglichkeit, unbewältigte Konflikte wahrzunehmen, zu erkennen und sich den Problemen zu stellen. Wird das Unterbewusstsein mit ungelösten Konflikten konfrontiert, beginnt es nach Möglichkeiten der Lösung zu suchen. Das Unterbewusstsein wird angeregt, von selbst kreative Lösungen zu finden. Auf diese Weise kann es gelingen, die aufsteigenden Bilder zu be- und verarbeiten, so dass sich die Bilder verändern. Die seelischen Selbstheilungskräfte nutzend, werden kreative Prozesse initiiert, die eine innere Ordnung herstellen.

 

Bewusstseinsarbeit als Weg, die Seele zu heilen

Was ist Bewusstsein?

Bewusstsein ist ein Mechanismus der Wahrnehmung. Bewusstsein ist die Art und Weise und die Qualität der Liebe, mit der der Mensch mittels seines Wahrnehmungsvermögens das Sein durchdringt und dabei seinen Mechanismus der Wahrnehmung verfeinert und adäquat sein Bewusstsein erweitert.

Das Bewusstsein eines Menschen wird durch den Grad seiner Erkenntnis und der Reife seiner Liebe geprägt.

Das Bewusstsein von Menschen kann sich grundsätzlich in seiner Qualität unterscheiden. Es kann auf die Liebe, auf verschiedene Stufen der Liebe oder auf die Nicht – Liebe gerichtet sein. Es kann z. B. intellektuell, süchtig nach Emotionen, geistig erkenntnisorientiert, spirituell oder kosmisch sein. Das Bewusstsein eines Menschen kann z. B. destruktiv, zerstreut und unkonzentriert sein. In einem ständigen Zustand nach außen gerichteter Aktivität, ist keine Zentrierung möglich. Energien werden zerstreut, statt gebündelt. Die Zerstreuung von Bewusstsein ist ein weit verbreitetes Problem, an dem die Menschen leiden, weil sie dadurch Energien verlieren, Fehlschöpfungen kreieren und unter den Folgen ihrer Fehlhaltungen leiden. Bewusstsein kann zentriert, planvoll, konstruktiv und schöpferisch sein.

Je höher der Mensch in seinem Bewusstsein entwickelt ist, umso mehr Liebe hat er in sich integriert. Je mehr Liebe der Mensch kanalisieren und ausstrahlen kann, desto höher ist sein Bewusstsein und umso feiner ist seine Wahrnehmung entwickelt. Dies impliziert, dass der Mensch durch Bewusstseinsarbeit, mittels derer er sich von Energien der Nicht – Liebe befreit, einen Schlüssel in der Hand hält, sein Bewusstsein zu erweitern. Bewusstseinsarbeit ist der Schlüssel zur Transformation in die Liebe durch Erkenntnis und Einsicht in das Mysterium unseres Universums sowie seiner Gesetze. Bewusstseinsarbeit kann helfen, sich diese zu erschließen, sofern sie aufrichtig und wahrhaftig ist.

 

Was ist Bewusstseinsarbeit?

Bewusstseinsarbeit ist eine schöpferische Tätigkeit mittels derer der Mensch seine Geisteshaltung überprüft, seine Wahrnehmungen verfeinert und damit sein Bewusstsein erweitert. Eine auf Bewusstseinserweiterung gerichtete Heilmethode initiiert Heilung im Menschen. Zugleich erweitert sich mit jeder Heilung das Bewusstsein und offenbart neue bisher verborgene schöpferische Potentiale des Menschen. Bewusstseinsarbeit ist die bewusste Auseinandersetzung mit dem Ego, den eigenen Stärken und Schwächen sowie den Lernaufgaben. Bewusstseinsarbeit ist jede Methode, die das Bewusstsein erweitert. Sie ist auf vielfältige Weise erfahrbar: durch therapeutische Methoden, Gespräche, Meditation, aktive Imagination, Traumarbeit, geführte Reisen in innere Welten, Begegnungen u. a. Sie führt zur Befreiung und Heilung von Blockaden und Beschränkungen und in die Harmonie von Körper, Geist und Seele. Bewusstseinsarbeit inspiriert, im Hier und Jetzt zu leben, zu lernen, das Leben aus dem Augenblick heraus zu leben. Der Sinn der Bewusstseinsarbeit besteht darin, das „Individuelle Feld“ mit dem „Universellen Feld“ in Harmonie zu bringen.

Ein Buch, das den Menschen veranlasst, über sich und sein Leben tiefgründiger nachzudenken, initiiert Bewusstseinsarbeit. Ein Gespräch, das den Menschen inspiriert, tiefer in sich selbst und seine Seele zu blicken, gibt ihm einen Impuls, mit seinem Bewusstsein zu arbeiten, es zu entwickeln und zu vervollkommnen. Eine Therapie, in der der Mensch sich seinen Schattenseiten stellt und er diese überwindet, leistet Bewusstseinsarbeit.

In der Bewusstseinsarbeit geht es darum, Unbewusstes, Verdrängtes aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein zu holen, anzuschauen, anzunehmen und aufzulösen. Der Mensch kann mittels der Bewusstseinsarbeit, die Ursachen störender, destruktiver Verhaltensmuster, psychischer oder körperlicher Beschwerden aufdecken sowie die Ursachen für Probleme und Begrenzungen erkennen. Bewusstseinsarbeit ist ein Werkzeug, die richtigen Entscheidungen für den weiteren Weg zu treffen. Bewusstseinsarbeit initiiert Erkenntnisprozesse, die es erlauben, alte Glaubenssätze aufzulösen, alte Lebensmuster zu löschen, abgespaltene Bewusstseinsanteile zu integrieren und sich selbst zu heilen.

Bewusstseinsarbeit initiiert Freiheit, die Freisetzung von schöpferischen Potentialen, Heilung, Wohlergehen, Fülle, Freude, Harmonie, Frieden, Gelassenheit und Glückseligkeit. Es stellt sich Vertrauen ein, ein Urvertrauen ins Leben und zu sich selbst und mit dem Wissen kommt die Weisheit. Der Grad der Ausprägung dieser Seinsqualitäten ist individuell verschieden und vom jeweiligen Bewusstseinsstand eines Menschen abhängig.

Die Aufgabe der nach Heilung und Bewusstseinserweiterung strebenden Menschen ist, diesen Prozess aktiv zu gestalten, sich selbst auf den Weg zu begeben und Verantwortung für den eigenen Heilungsprozess zu übernehmen.

Bewusstseinsarbeit führt den Menschen in seine Schöpferkraft. Der Mensch lernt, bewusst seine Schöpferkraft zu gebrauchen, sein Leben in Einklang mit der Universellen Harmonie zu bringen. In diesem Prozess wird der Mensch frei, sein Leben selbstbestimmt zu gestalten. Fremdbestimmung wandelt sich in Selbstbestimmung.

Bewusstseinsarbeit macht es möglich, die Seele zu heilen als Voraussetzung, sich in das Kraftfeld der Liebe zu erheben. Die Heilung der Seele ist ein Schlüssel, das innere Kind zu heilen, um die Anforderungen der Neuen Zeit zu meistern und das individuelle Feld mit dem universellen Feld in Einklang zu bringen. Es ist der Weg zu werden, wie die Kinder, denn ihrer ist das Himmelreich. Es ist das innere Kind, das das Tor der Liebe öffnet, um in der Großen Harmonie geborgen zu sein.

 

Träume – Botschafter der Seele – Mittler des Unbewussten

Träume sind Bilder, die aus dem Innersten des Menschen, aus seinem Unbewussten kommen. Sie offenbaren dem Träumer seine Wünsche, Hoffnungen und Ängste. Sie helfen ihm, Probleme, Ängste und Traumata bewusst zu machen. Es sind Botschaften, die von der Seele kommen. In der Traumwelt – einer seelischen Welt – verarbeitet die Seele ihre Erfahrungen, die sie in der irdischen Welt gemacht hat. Die Seele verschlüsselt ihre Botschaften auf eine Weise, die es uns ermöglicht die Zeichen anzunehmen, zu deuten und als Grundlage für die Heilung nutzbar zu machen. Der Träumer steht vor der Herausforderung, die Botschaften der Seele zu entschlüsseln.

Träume sind lebensnotwendig. Nehmen wir den Menschen seine Träume, seine Traumschlafphasen, wird er krank und stirbt.

Träume fließen ins Wachbewusstsein und das Tagesbewusstsein fließt in das Traumbewusstsein. Es ist ein stetiger Fluss von Informationen. Das Wachbewusstsein kommuniziert auf diese Weise mit dem Unterbewusstsein.  Die Seele und die Seelenbegleiter helfen dem Menschen über seine Träume, einen Zugang in das Reich seiner Seele, in sein Unterbewusstsein zu erhalten.

Träume spielen in der Heil – Prozess – Arbeit mit der Seele eine zentrale Rolle, da sie dem Heilung Suchenden den Weg in seine Heilung zeigen. Es bedarf der bewussten Entscheidung des Menschen, seine Seele und damit sich selbst heilen zu wollen.

Im Traum werden die lichte und die dunkle Seite der Seele lebendig. Die lichte Seite der Seele wird beispielsweise durch Schutzengel, weise Alte, Feen, Lichtgestalten und andere lichte Wesen und Helfer symbolisiert. Die dunkle Seite, der Schatten, kann sich durch dunkle Wesen, böse Personen und Wesen, Verführer, Widersacher, Drachen , Ungeheuer und andere Schattenfiguren offenbaren. Der Mensch träumt aber auch reale Situationen aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die er verarbeiten oder auf die er sich vorbereiten soll.

In den Träumen können die Personen die Gestalt von Menschen annehmen, mit denen er im Tagesbewusstsein konfrontiert ist. Dann verarbeitet der Träumer reale Situationen aus der äußeren Welt. Die inneren Traumgestalten können fabelhafter Natur sein, die die innere Welt des Träumers symbolisieren.

 Der Froschkönig

In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat, lebte ein König, dessen Töchter waren alle schön, aber die jüngste war so schön, dass sich die Sonne selber, die doch so vieles gesehen hat, darüber verwunderte, so oft sie ihr ins Gesicht schien. Nahe bei dem Schlosse des Königs lag ein großer dunkler Wald. Dort war ein Brunnen, unter einer alten Linde. Wenn nun der Tag recht heiß war, so ging das Königskind hinaus in den Wald, und setzte sich an den Rand des kühlen Brunnens, und wenn sie Langeweile hatte, so nahm sie eine goldene Kugel, warf sie in die Höhe und fing sie wieder. Es war ihr liebstes Spielwerk. Nun trug es sich einmal zu, dass die goldene Kugel der Königstochter nicht in das Händchen fiel, sondern neben ihr vorbei auf die Erde schlug und geradezu ins Wasser hinein rollte. Die Königstochter folgte ihr mit den Augen, aber die Kugel verschwand in den Brunnen. Der Brunnen war tief und in ihm war kein Grund zu sehen. Da fing sie an zu weinen und weinte immer lauter und konnte sich gar nicht trösten.

Wie sie so klagte, rief ihr jemand zu: „Was hast du vor, Königstochter, du schreist ja, dass sich ein Stein erbarmen möchte.“ Sie sah sich um und horchte, woher die Stimme käme. Da erblickte sie einen Frosch, der seinen dicken hässlichen Kopf aus dem Wasser streckte. „Ach, du bist's, alter Wasserpatscher", sagte sie, "Ich weine über meine goldene Kugel, die mir in den Brunnen hinab gefallen ist."

„Gib dich zufrieden", antwortete der Frosch, „ich kann wohl Rat schaffen, aber was gibst du mir, wenn ich dein Spielwerk wieder heraufhole?"

„Was du willst, lieber Frosch", sagte sie, „meine Kleider, meine Perlen und Edelsteine, dazu die goldene Krone, die ich trage."

Der Frosch antwortete: „Deine Kleider, deine Perlen und Edelsteine, deine goldene Krone, die mag ich nicht. Wenn du mich lieb haben willst, ich dein Geselle und Spielkamerad sein, an deinem Tischlein neben dir sitzen, von deinem goldnen Tellerlein essen, aus deinem Becherlein trinken, in deinem Bettlein schlafen werde, wenn du mir das alles versprichst, so will ich dir die goldene Kugel wieder aus dem Grunde hervor holen".

„Ach ja", sagte sie, „ich verspreche dir alles, wenn du mir nur die Kugel wieder zurück bringst." Sie dachte aber, was der einfältige Frosch schwätzt, der sitzt im Wasser bei seines Gleichen und quakt und kann keines Menschen Geselle sein.

Der Frosch tauchte, nach dem Versprechen der Königstochter, mit seinem Kopf im Brunnen unter, sank hinab und kam nach ein einem Weilchen wieder herauf gerudert, hatte die Kugel im Maul, und warf sie ins Gras.

Die Königstochter war voll Freude, als sie ihr schönes Spielwerk wieder erblickte, hob es auf, und sprang damit fort. „Warte, warte", rief der Frosch, „nimm mich mit, ich kann nicht so laufen wie du." Aber was half es ihm, dass er ihr sein quak quak so laut nachschrie. Sie hörte nicht darauf, eilte nach Haus und hatte bald den armen Frosch vergessen, der wieder in den tiefen Brunnen hinab steigen musste.

Am andern Tage, als sie mit dem König und allen Hofleuten an der Tafel saß und von ihrem goldnen Tellerlein aß, da kam, plitsch platsch, plitsch platsch, etwas die Marmortreppe herauf gekrochen. Als es oben angelangt war, klopfte es an der Tür und rief: „Königstochter, jüngste, mach mir auf".

Sie lief und wollte sehen wer draußen wäre, als sie aber aufmachte, so saß der Frosch davor. Da warf sie die Tür hastig zu, setzte sich wieder an den Tisch, und ihr war angst und bange.

Der König sah, dass ihr das Herz gewaltig klopfte und sprach: „Ei mein Kind, was fürchtest du dich, steht etwa ein Riese vor der Tür und will dich holen?"

„Ach nein", antwortete das Kind, „es ist kein Riese, sondern ein garstiger Frosch, der hat mir gestern im Wald meine goldene Kugel aus dem Wasser holte. Dafür versprach ich ihm, er solle mein Geselle werden. Ich dachte aber nimmermehr, dass er aus seinem Wasser heraus könnte: nun ist er draußen, und will zu mir herein."

Indem klopfte er zum zweiten Mal und rief: "Königstochter, jüngste, mach mir auf, weißt du nicht, was gestern du zu mir beim kühlen Brunnenwasser sagtest? Königstochter, jüngste, mach mir auf."

Da sagte der König: „Hast du es versprochen, musst du es auch halten; gehe hin und mache ihm auf".

Sie ging und öffnete die Türe. Da hüpfte der Frosch herein, ihr immer auf dem Fuße nach, bis zu ihrem Stuhl. Da saß er und rief: „Heb' mich herauf zu dir".

Sie wollte nicht, bis es der König ihr befahl. Als der Frosch auf den Stuhl gekommen war, sprach er: „Nun schieb mir dein goldenes Tellerlein näher, damit wir zusammen essen". Das tat sie auch, aber man sah wohl, dass sie es nicht gerne tat. Der Frosch ließ sich es gut schmecken, aber ihr blieb fast jedes Bisslein im Halse stecken.

Endlich sprach er: „Nun hab ich mich satt gegessen und bin müde, trag mich hinauf in dein Kämmerlein und mach dein seiden Bettlein zurecht, da wollen wir uns schlafen legen".

Da fing die Königstochter an zu weinen und fürchtete sich vor dem kalten Frosch, den sie nicht anzurühren getraute und der nun in ihrem schönen reinen Bettlein schlafen sollte.

Der König aber blickte sie zornig an und sprach: „Was du versprochen hast, sollst du auch halten, und der Frosch ist dein Geselle".

Es half nichts, sie mochte wollen oder nicht, sie musste den Frosch mitnehmen. Da packte sie ihn ganz bitterböse, mit zwei Fingern und trug ihn hinauf. Als sie im Bett lag, warf sie ihn, statt ihn ins Bett zu tragen, mit allen Kräften an die Wand und sprach: „Nun wirst du Ruhe haben, du garstiger Frosch".

Was aber herunter fiel, war nicht ein toter Frosch, sondern ein lebendiger junger Königssohn mit schönen und freundlichen Augen. Der war nun, von Recht und mit ihres Vaters Willen, ihr lieber Geselle und Gemahl. So schliefen sie vergnügt zusammen ein, und am andern Morgen, als die Sonne sie aufweckte, kam ein Wagen herangefahren, mit acht weißen Pferden bespannt, die waren mit Federn geschmückt, und gingen in goldenen Ketten, und hinten stand der Diener des jungen Königs, das war der treue Heinrich.

Der treue Heinrich hatte sich so betrübt, als sein Herr in einen Frosch verwandelt wurde, dass er drei eiserne Bande um sein Herz hatte legen lassen müssen, damit es ihm nicht vor Weh und Traurigkeit zerspränge. Der Wagen aber sollte den jungen König in sein Reich abholen. Der treue Heinrich hob beide hinein und stellte sich wieder hinten auf, voller Freude über die Erlösung.

Und als sie ein Stück Wegs gefahren waren, hörte der Königssohn hinter sich, dass es krachte, als wäre etwas zerbrochen. Da drehte er sich um und rief: "Heinrich, der Wagen bricht."

 

„Nein, Herr, der Wagen nicht, es ist ein Band von meinem Herzen, das da lag in großen Schmerzen, als ihr in dem Brunnen saßt, als ihr ein Frosch wart."

 

Noch einmal und noch einmal krachte es auf dem Weg. Immer wieder dachte der Königssohn, dass der Wagen bräche und es waren doch nur die Bande, die vom Herzen des treuen Heinrich absprangen, weil sein Herr wieder erlöst und glücklich war.

 

Der Schlüsseltraum in Annas Leben – die Seele erwacht

 Anna findet ihre goldene Kugel

 

Die goldene Kugel im Märchen „Der Froschkönig“ steht für die höchste spirituelle Macht, für das Göttliche. Die Königstochter verlor diese Energie und erhielt sie für ein Versprechen zurück. Auch Anna verlor ihre höchste spirituelle Macht und entschied sich für den Weg, diese wieder einzufordern. Sie findet ihre „goldene Kugel“ – ihre Seele.  

 

Anna erzählt: Ich träumte. Ich stehe am Babybettchen. Darin liegt ein Baby. Es ist scheinbar tot. Die Eltern kümmern sich nicht um ihr Kind. Sie müssen arbeiten. Als ich am Bettchen stehe, hebt das Baby das Köpfchen. Ich nehme es auf den Arm. und gehe mit ihm ins Leben. Es ist so, als ob es mir immer gehörte. Die Menschen, denen ich begegne, erklären mir, dass das Kind meine Seele sei. Meine physischen Eltern hätten mich behandelt, als sei meine Seele tot. Sie haben sich um meine Seele nicht gekümmert. Auf der unterbewussten seelischen Ebene haben sie zu mir gesagt: Für uns bist du tot. Im Traum erkannte ich, dass meine Seele lebt. Ich feierte meine Wiedergeburt.

 

Weiter berichtet Anna: Im physischen Leben haben meine Eltern gut für mich gesorgt. Auf der seelischen Ebene haben sie mich nicht genährt. Sie wussten nicht, dass es eine Seele gibt und dass es darauf ankommt, dass Kind seelisch zu nähren und wie sie es tun konnten. Auch wussten sie nicht, dass es das Wichtigste im Leben ist, die Seele zu heilen. Sie unterlagen der Illusion, dass ausschließlich die Persönlichkeit das Leben lebt und den Werdegang des Lebens bestimmt. Zu ihrer Seele hatten sie selbst keinen Kontakt. Die Früchte dieses seelenlosen Lebens ernteten sie an ihrem frühen Lebensende, das von schwerster Krankheit gekennzeichnet war.

 

Der Traum erschütterte mich zutiefst. Diese soeben dargestellten Zusammenhänge waren mir bisher nicht bewusst. Ich bin immer davon ausgegangen, dass es meiner Seele gut geht. Niemals wäre ich auch nur auf den Gedanken gekommen, dass meine Seele scheinbar tot sein könnte. Doch als ich länger darüber nachdachte, wurde mir klar, dass es so war. Meine Eltern haben mich wie eine Tote behandelt. Immer hat mir das Wesentliche in meinem Elternhaus gefehlt – die Seele!

 

Fragen zur Selbstreflexion

 

Kennst du deine Seele?

Wie geht es deiner Seele?

Hast du schon mal daran gedacht, mit deiner Seele zu kommunizieren?

Träumst du von deiner Seele?

Erkennst du sie in deinen Träumen?

 

Die Seele ist für viele Menschen schwer zu erfassen. Du kannst auch folgende Fragen für dich beantworten:

 

Wie geht es dir seelisch? Wie geht es dir psychisch?

Betreibst du regelmäßig Seelenhygiene?

Was tust du, um dich zu heilen?

Was tust du, um deine Erfahrungen zu verarbeiten?

Wie gehst du mit negativen Gefühlen, Erlebnissen und Erfahrungen um?

Nimmst du dir täglich Zeit für etwas Muße, Ruhe und innere Besinnung?

Hast du schon mal über den Sinn des Lebens nachgedacht?

Hast du darüber nachgedacht, dass die Seele das dich überlebende Essentielle ist, das alle Erfahrungen dieses Lebens speichert?

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, was mit deiner Seele passiert, wenn du diese Daseinsebene verlässt?

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass es die Seele ist, die durch dich Erfahrungen sammelt und sich weiter entwickelt; dass du die Verkörperung bist, durch die sich die Seele entwickeln kann?

Hast du schon darüber nachgedacht, dass deine Seele über dich Heilung finden kann – nur über dich?

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass die Entwicklung deiner Seele von deiner bewussten Absicht, dich zu heilen, abhängt?

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass deine Seele leiden kann, während du es dir hier gut gehen lässt?

Weißt du, dass, wenn die Seele erkennt, dass sie keine Entwicklungschancen mehr durch die Persönlichkeit erhält, sich beginnt, zurückzuziehen, d. h. der Mensch wird krank und stirbt?

Wusstest du, dass letztendlich die Seele wichtiger ist, als das Irdische?  

Wusstest du, dass die Seele krank werden kann?

Hast du über den Mechanismus der Seele schon einmal nachgedacht?

Weißt du, dass deine Seele von deinem höheren Selbst geführt wird?

Wusstest du, dass es die Aufgabe der Persönlichkeit ist, sich der Seele zu unterwerfen, so dass die Seele über die Persönlichkeit herrscht?

Wusstest du, dass das Wesen der Seele dienen ist?

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass nicht du eine Seele besitzt, sondern deine Seele dich?

  

Die Begegnung mit dem Schatten

 

Anna hat zwar die goldene Kugel gefunden, doch ist sie nicht frei.

Der Froschkönig fordert die Königstochter heraus, sich ihrem Schatten zu stellen. Er spiegelt ihr, ihre unerlöste Seite und fordert sie heraus, sich weiter zu entwickeln.   

Anna erzählt: Meine Wiedergeburt – die Auferstehung meiner Seele – war ein großes Fest für mich. Viele Jahre hatte ich mich auf diese Heilung vorbereitet. Mir war klar: Es ist vollbracht. Ich habe es geschafft. Doch dann folgte ein Traum, der mir offenbarte, dass die Heilung meiner Seele noch nicht vollendet war.   

Ich träumte: Ich bin gefangen. Bei mir ist ein Kind. Es ist meine Seele. Ich denke darüber nach, wie ich dem Gefangensein entrinnen kann. Es gelingt mir, mit meiner Seele zu entkommen. Doch dann schwimmen wir beide in einem dickflüssigen Brei. Niemand verfolgt uns, doch dieser Brei ist von einer Einzäunung umgeben. Ich fühle deutlich: Ich habe es nicht geschafft. Ich bin im Land des Schattens gefangen.

 

Über den Schatten

„Erleuchtung erlangt man durch das Erkennen der eigenen Dunkelheit.“

C. G. Jung

Als Schatten wird in der Analytischen Psychologie Jungs der „blinde Fleck“ eines Menschen bezeichnet. Das ist der Anteil, den die Persönlichkeit weder sieht, noch lebt. Der Schatten wird, da er nicht mit unserem Selbstbild übereinstimmt, stets auf andere Personen projiziert. Im Traum zeigt sich der Schatten in all jenen Symbolen, die wir als beängstigend, hässlich oder auf andere Weise ablehnen. Der Schatten ist die dunkle Seite, die mit der lichten Seite im Menschen seine Ganzheit ausmacht. Im Bereich des Schattens liegen Potentiale der Persönlichkeit, die zwar vorhanden sind, aber noch keinen Ausdruck gefunden haben, oder solche, die als negativ bewertet werden und deshalb unterdrückt werden. Der Schatten ist mit der Persönlichkeit untrennbar verbunden. Die Persönlichkeit führt einen Befreiungskampf gegen den Schatten, das Ungeheuer, das schließlich als transzendierendes Medium dient. Die Auseinandersetzung mit dem „inneren Ungeheuer“ ist entscheidend auf dem Weg, die Seele zu heilen. In den Mythen und Märchen geht es oft darum, eine schöne Prinzessin, die sich in der Gewalt des Ungeheuers befindet, zu retten. Die Prinzessin wartet auf ihren Befreier, mit dem sie sich schließlich vereinigt. Das eigentliche Ziel liegt in der Vereinigung mit der eigenen Anima, die sich in der Gefangenschaft des Schattens befindet.

 

Der Schatten gehört zum Menschsein wie das Licht.

Dringt das Licht – die Bewusstheit – in den Schatten

führt es den Menschen in die Ganzheit.

Der Schatten gibt uns unsere Individualität.

Er ist der Schlüssel unserer Heilung.

Es ist der eine Große Schatten, der jeden Menschen begleitet,

der viele große und kleine Schatten bewacht,

den Verhinderungsschatten in unseren Beziehungen,

den Belastungsschatten,

den Schatten der Mutter

und viele andere.

Der Schatten hat eine große Macht in unserem Leben,

unbewusst, wenn wir ihn nicht kennen.

Verdrängen wir den Schatten, kämpfen wir unbewusst gegen ihn,

wird seine Macht größer.

Die Macht unseres Schattens kann unser Leben sehr belasten.

Der Schatten kann über uns siegen

und unser Leben vorzeitig beenden.

 

Es ist die Aufgabe eines jeden Menschen, sich seinem Schatten zu stellen,

sich mit ihm zu versöhnen und ihn zu heilen.

 

Der Schlüssel dazu, ist die Kommunikation mit dem Schatten.

 

Es geht darum, sich seines Schattens bewusst zu werden,

ihn zu durchdringen und ihn zu befreien.

 

Es geht darum, die Macht des Schattens auf das eigene Leben zu erkennen.

Es geht darum, dem Schatten Kraft der Heilung zu begegnen und ihn bewusst zu kontrollieren.

 

Der Schatten will, dass der Mensch gegen ihn kämpft.

Der Schatten möchte den Menschen von der Schönheit des Lebens ablenken.

Der Schatten möchte das Göttliche und das Höhere unsichtbar machen.

Der Schatten hält uns im „Hamsterrad“ gefangen.

Der Schatten setzt alles daran, dass wir das Beste, die wahre Liebe, nicht erleben.

Der Schatten lässt uns unsere eigene Schönheit, Kraft und Herrlichkeit nicht erkennen.

Das Schatten will, dass wir dem äußeren Schein nachjagen,

ohne jemals uns selbst gefunden zu haben.

 

Vor allem will der Schatten selbst unerkannt sein.

 

Er ist immer da. Er begleitet den Menschen in den Tod und ins neue Leben.

Vor dem Schatten gibt es kein Entrinnen außer, ihn zu heilen.

Die Heilung des Schattens besteht darin,

sich ihm bewusst zu stellen,

ihn zu erkennen,

ihn anzunehmen,

die Energien der Nicht – Liebe im Feld des Schattens

in die Liebe zu transformieren.

 

Kraft der Erkenntnis,

Kraft der Annahme,

Kraft der Kommunikation,

Kraft der Vergebung

können wir den Schatten heilen und damit unsere Seele.

 

Die Seele spricht

Im Land des Schattens gefangen, hörte ich deinen Ruf. Über den Traum konnte ich mich dir offenbaren. Ich schlief. Niemand kümmerte sich um mich. Du nahmst mich auf den Arm. Es ist der Beginn unserer Heilung. Doch noch war ich im Land des Schattens gefangen. Wir waren nicht frei. Da nahmst du mich – deine Seele – in deine Hände, du nahmst mit mir Kontakt auf und begannst, regelmäßig mit mir zu kommunizieren. Du schenktest mir deine Liebe, deine Hoffnung und die Gewissheit unserer Befreiung. Deine Kraft der Liebe machte mich stärker. So sandte ich dir Heilinformationen, um dich in deiner Heil – Prozess – Arbeit zu unterstützen. All deine Heilkraft, all dein Wissen investiertest du, um mich dort zu erreichen, wo ich auf dich wartete. Eines Tages war es soweit. Die Kraft deiner Liebe und Heilung führte mich zu dir. Es war ein langer Weg. Ich folgte dem Licht, das mir voran ging. Ich durchschritt drei Tore, vor denen Wächter standen. Deine Kraft der Liebe, dein Licht, deine Gewissheit, dein Vertrauen führten mich und halfen mir, die Hürden zu überwinden. Der Wächter des dritten Tores wollte mich nicht frei lassen. Kraft der Gnade schritten höhere Mächte ein. So bin ich jetzt frei. Ich bin wieder ganz bei dir. Du gelobtest, gut auf mich acht zu geben, um mich nie wieder an das Schattenland zu verlieren. Ich war immer bei dir, doch war ein großer Teil von mir dort. So konnte ich nicht lebendig bei dir sein. Da ich deine Seele bin, konntest auch du nicht lebendig sein. Das Land des Schattens ist nicht böse. Es ist ein Land, das seine Aufgaben erfüllt. Seelen-, Bewussteinsanteile und Gefühle, die der Mensch abspaltet, z. B. aufgrund großer Schmerzen und Verletzungen, werden dort aufbewahrt, bis der Mensch bereit ist, diese wieder anzunehmen, zu integrieren. Solange behüten die Wächter des Landes des Schattens diese abgespaltenen Seelen- und Bewusstseinsanteile. Dieses Land wird immer existieren. Die Zeit ist gekommen, dass alle Menschen die Reise in das Land des Schattens antreten und  ihre abgespaltenen Seelen- und Bewusstseinsanteile einfordern, um sie wieder zu integrieren. Das ist der Schlüssel der Heilung für die Menschen auf der Erde. ER führt die Menschen in seine Ganzheit, so dass der Mensch seine Würde als Kind Gottes zurück erhält.  

   

Den Schatten umarmen

 

Erschütterung des Seins,

Ur – Tiefen berührend,

vom Bewusstsein erhellt,

im Land des Vergessens verborgen,

der Schatten, die ewige Nacht

 zum Leben erweckt.

 

Mein Bewusstsein mein Sein durchdringt,

die Tiefen des Vergessens,

mein Schatten dort weilt,

emporgehoben zu werden

in Licht des Bewusstseins.

 

Das neue Bewusstsein

 mein Sein erschüttert,

Urtiefen berührend,

Heilung bringend.

 

Den Schatten umarmend bezwingend,

die ewige Nacht erlöst,

den Schatten zum Freunde gewinnend,

den Menschen im Menschen erhöht.

 

Für Anna beginnt nun eine Zeit der inneren Einkehr. Sie weiß, worum es geht. Solange die Seele nicht wahrhaftig geheilt ist, ist sie in Gefahr, krank zu werden oder andere Übel in ihr Leben zu ziehen. Auch wusste sie, dass nicht nur ihre Lebensqualität, sondern letztendlich auch ihr Leben davon abhängt. Sie entschied sich für eine Auszeit, in der sie sich ausschließlich der Heilung ihrer Seele widmete. In den letzten Jahren hat sich Anna bereits sehr umfassend mit Möglichkeiten der Selbstheilung auseinander gesetzt. Sie wusste, dass es viele Wege gibt, die Seele zu heilen. Anna wusste aber auch, dass sie jetzt in die Tiefe gehen musste, tiefer als je zuvor, um sich ihrem Schatten stellen und ihn integrieren zu können. Sie suchte eine Begleitung ihrer Heil – Prozess – Arbeit und fand sie.

Nachfolgend ist authentisch aufgeschrieben, wie es Anna gelingt, mit ihrer Seele, inneren Seelenbildern, Energien der Liebe und Nicht – Liebe in ihrem Feld zu kommunizieren. Über die Kommunikation mit inneren, zuvor unbewussten Seelenanteilen gewinnt Anna ein neues Verständnis ihrer selbst und formt damit den Schlüssel, ihre Seele zu heilen. Die Arbeitsweise der nun folgenden Heil – Prozess – Arbeit ist unter „Die Praxis wahrer Heilung“ ausführlich beschrieben. Anna bleibt in der Kommunikation immer in ihrer Rolle als Heilung Suchende. Die aufgestellten Energien oder Personen werden über einen Stellvertreter, den Heiler kanalisiert.

(Anmerkung der Autorin: Eine ausführliche Darstellung der nun folgenden Heilweise erfolgt im Heilbuch für die Familie Bd. 2 „Authentische Heilung in Liebe – Ein Heilbuch für Heiler und Klienten“)

 

 Annas Traum: Im Land des Schattens gefangen

Anna kämpft mit dem „Seelenräuber“ um die goldene Kugel

 

Die junge Königstochter hat vom Froschkönig die Kugel erhalten, doch welchen Preis muss sie bezahlen. Sie ist nicht frei. Sie gab das Versprechen, das nun eingefordert wird. Sie stolze Schöne kämpft mit ihrem Schatten.

Anna erzählt: Der Traum, der mir offenbarte, dass meine Seele und ich im Land des Schattens gefangen sind, hat mich sehr berührt. Er hat alle meine inneren Heilkräfte mobilisiert und mein Bewusstsein für das Wesentliche in meiner Heil – Prozess – Arbeit geschärft.

Es ist meine Absicht, mich mit meinen Traum auseinander zusetzten und einen tiefen Einblick in die Zusammenhänge zu erhalten.

 

Das Seelenbild

Anna stellt das Traumerlebnis als Seelenbild dar. Sie stellt sich und ihre Seele auf. Um sie herum befindet sich der Schlamm, in dem sie mit ihrer Seele steckt.

Annahme des Seelenbildes

 

In einem zweiten Schritt nimmt Anna das Seelenbild an: So war das Traumbild.

 

Kommunikation

 

Der dritte Schritt ist die Kommunikation mit dem Seelenbild und den aufgestellten Energien.

 

Anna beginnt mit ihrem Traumbild zu kommunizieren.

 

Anna:  Hallo, Energie meines Traumes, was willst du mir sagen, was ist geschehen? Wie kann ich mich aus der misslichen Lage befreien?

 

Energie „Traumbild“: Liebe Anna, es war eine Offenbarung. Es liegt ein Stück Heilarbeit vor dir. Die Lage ist ernst. Die ersten Schritte hast du bewältigt, doch erst die nächsten führen dich erfolgreich ins Ziel. Der Brei ist dein Schatten. Er symbolisiert alles, was du in allen Leben an Energien manifestiert hast. Du schwimmst sozusagen in deiner eigenen „Suppe“, deinen Energien der Nicht – Liebe. Es ist der letzte Akt vor dem Sprung in die Freiheit. Erlöse die Energien der Nicht – Liebe, die sich dir im Traum offenbarten. Sie binden dich, halten dich fest.

 

Anna: Wie kann ich mich befreien?

 

Energie „Traumbild“: Sprich mit dem Seelenräuber und der Energie „Brei“. Zeige Reue. Es ist jetzt nicht wichtig, zu wissen, was passiert ist, sondern wie du da raus kommst.

 

Anna: Ich werde es tun.

 

Anna stellt den Seelenräuber auf.

 

Anna zieht aus den farbigen Figuren jetzt die Figur „Seelenräuber“. Das Phänomen  ist, dass er wie Anna aussieht.  Es ist wie Anna eine gelbe, erwachsene, weibliche Figur. Anna erklärt: Ich habe das Gefühl, ich stehe mir selbst gegenüber, meinem Spiegelbild, meinem Schatten.

 

Anna: Hallo Seelenräuber, warum hältst du mich gefangen?

 

Energie „Seelenräuber“: Ich bin ein abgespaltener Teil deiner Seele. Du hältst dich selbst gefangen.

 

Anna: Ich habe also Angst vor meinem eigenen abgespaltenen Teil?

 

Energie „Seelenräuber“: Ich als ein Teil von dir, bin dein Schatten geworden. Du wolltest mich nicht mehr. Du hältst dich durch mich in mir gefangen.

 

Anna: Ich komme also nicht weiter, bevor ich dich erlöst habe?

 

Energie „Seelenräuber“: So ist es. Deine Seele sehnt sich danach, wieder ganz zu werden. Ich bin ein Schatten deiner Seele, den du abgespalten hast.

 

Anna: Warum erfahre ich es erst jetzt?

 

Energie „Seelenräuber“: Weil du jetzt in der Lage bist, dich und deine Seele zu erlösen. Vorher hätte dir das Wissen nichts gebracht.

 

Anna: Ich verstehe. Was kann ich tun?

 

Energie „Seelenräuber“: Du hast ein großes Licht und einen großen Schatten. Dein Licht hast du angenommen. Nimm nun auch den Schatten an. Nimm mich an.

 

Anna: Du bist meine andere Seite – die dunkle Seite. Du bist der abgespaltene Seelen- und Bewusstseinsanteil  von mir. Ich kann mich gut sehen in dir. Ich bin du und du bist ich. Ich möchte dich heilen. Ich möchte mich heilen. Ich nehme dich jetzt an. Ich versöhne mich mit dir. Ich umarme dich.

 

Annas Seele spricht: Anna, vergiss mich nicht.

Anna nimmt ihre Seele aus dem Brei.

 

Annas Seele jubelt: Endlich nimmt Annas Ego – Selbst seinen Schatten an.

Der dicke Brei gerät nun in Bewegung. Es beginnt in ihm zu arbeiten.

 

Anna wendet sich jetzt der Energie „Brei“ zu.

 

Anna spricht die Energie „Brei“ an: Hallo Brei, was passiert hier?

 

Energie „Brei“: Ich bin gebunden an deinen Schatten, der dich gefangen hält.

 

Anna: Warum?

 

Energie „Brei“: Es sind die vielen unverarbeiteten Verletzungen, dein Groll, Gram, Hass.

 

Anna: So schlimm?

 

Energie „Brei“: Ja, unbewusst und abgespalten kann sich die Energie vervielfachen. Sie kann sich verselbständigen und gegen dich arbeiten. So ist es gewesen.

 

Anna: Ich habe nichts gemerkt.

 

Energie „Brei“: Doch, in den letzten Jahren ist dein Leben immer schwieriger geworden. Du warst mehrmals in Gefahr, dein Leben zu verlieren. Es war ein Kampf ohne Pause.

 

Anna: Warum träumte ich erst jetzt?

 

Energie „Brei“: Es wurde entschieden, wenn du mich erlöst geht es weiter, sonst nicht.

 

Anna: Ich bin fassungslos.

 

Energie „Brei“: Beruhige dich. Es ist vollbracht. Deine Kraft der Heilung trägt mich nun an einen Ort der Kraft, an dem ich genesen kann. Zur rechten Zeit kannst du mich erlösen und integrieren.

 

Anna: Was kann ich tun?

 

Energie „Brei“: Akzeptiere, wie es ist. Nehme mich an. Beruhige dich.

 

Anna: Ich bin bereit, dich zu akzeptieren. Ich nehme dich an. Ich bin bereit, dich zu heilen und zu transformieren.

 

Energie „Brei“: So wird es geschehen.

 

Anna: Ich versöhne mich mit meiner Vergangenheit. Ich versöhne mich mit meinem Schatten. Ich versöhne mich mit dem Seelenräuber. Ich vergebe mir die manifestierten Energien der Nicht – Liebe in meinem Feld. Ich vergebe mir meine Abspaltung, Selbstverletzung, Abgrenzung, Selbstverleugnung, meine Isolation. Ich bin bereit, dich, mein Schatten, zu erlösen. Ich bin bereit, dich, meine Seele, zu erlösen. Eure Erlösung ist meine Erlösung.

 

Die Energie „Brei“ befindet sich in der Wandlung. Aus dem Brei steigt eine Energie auf und erklärt: Das Alte ging nicht mehr.  Das Neue war noch nicht. Du kämpftest mit dem Alten. Es war ein anstrengender Kampf.

 

Anna spricht: Die Zeit ist endgültig vorbei. Ich nehme bewusst meinen Schatten an. Ich werde mich ihm stellen, ihn heilen und integrieren. Mein Licht und mein Schatten werden in mir verschmelzen. Der Kampf ist beendet. Ich werde ein Licht anzünden. Ein neues Leben beginnt.

 

Die Seele spricht: Das ist der Schlüssel meiner Wiedergeburt ins Leben.

 

Die Reue und Vergebung

 

Anna zeigt ein tiefes Verständnis ihrer seelischen Situation. Aufrichtig bereut sie ihren Anteil an der Verstrickung. Sie kann sich selbst vergeben, wissend das nur die Vergebung sie wirklich befreit. Anna weiß, dass sie diese Situation unbewusst erschaffen hat. Heute ist sie wissender und kann sich ihre Unwissenheit von damals verzeihen.

 

Das neue Seelenbild

 

Anna stellt das neue Seelenbild auf. Die Energien der Nicht – Liebe stehen am Altar zur Heilung und Transformation. Davor steht sie. Der Schatten und ihre Seele stehen neben ihr. Anna sagt: Wir sind eins. Ich integriere meine abgespaltenen Schatten- und Seelenanteile.

Anna ist zutiefst erschüttert und berührt.

 

Die Angst

Die Angst spricht: Ich stehe vor dir, nackt und entblößt. Immer war es mir möglich, verborgen zu bleiben und in deinem Unterbewusstsein zu agieren. Deine Absicht ist, mich auszulöschen. Du hast mich erkannt. Du hast mich benannt. Du kennst mich jetzt. Du willst mich nicht mehr. Ich gebe jedoch nicht auf, werde meine Stellung behaupten. Doch die Liebe in dir ist entflammt und droht, mich zu vernichten. Wo Liebe ist, kann ich nicht sein. Doch freiwillig werde ich dein Feld nicht verlassen. Ich bin deine Angst. Ich bin deine Hemmung. Ich bin deine Stagnation. Ich bin deine Nicht – Liebe. Ich bin dein Nein zum Leben. Ich beherrsche dich und dein Leben. Ich bin dein Gefängniswärter, der dich gefangen hält in den Niederungen deines Seins. Du hast mir Macht gegeben mit deinem Nein zur Liebe, deinem Nein zum Leben. Und so bin ich, durchdringe dein Feld und beherrsche dein Leben. Ich bin die krankmachende Schwingung, die dein Leben zerstört und dich zerfrisst. Und doch bin ich besser, als du denkst. Denn ich bin in deinem Feld, als deine Gedankenform, weil du mich brauchst, weil du mich genährt hat, weil du die Energie der Nicht – Liebe in deinem Feld genährt hast. Und so habe ich dich vor der Liebe beschützt, die du nie hättest leben können. Freiwillig werde ich dein Feld nicht verlassen. Bis zum Letzten werde ich kämpfen um meine Existenz in dir. So durchdringe ich dich und mache dir zu schaffen. Ich werde dich hindern, dein wahres Selbst, deine wahre Liebe zu leben, denn sie vernichten mich. Das werde ich nicht zulassen. Doch, wehe mir, wenn du dich mit deiner Kraft der Liebe verbindest, dann oh wehe mir – schmelze ich im Licht deiner Liebe, wie Schnee in der Sonne. Ich habe Angst.

 

Angst in der Liebe erlösen

 

Liebe und Angst entspringen einer Quelle.

Liebe ist das Ja zur Liebe.

Angst ist das Nein zur Liebe.

Angst ist das Gegenteil von Liebe.

Angst ist die stärkste Energie der Nicht – Liebe im Feld des Menschen.

Angst ist die Hemmung.

Angst ist Stagnation.

Angst lässt den Menschen verdorren in der ewigen Nacht,

Angst lässt ihn verdürsten an der Quelle allen Seins.

Angst macht krank.

Angst nimmt das Leben.

Angst hemmt das Streben der Seele nach Weisheit und Licht.

Die Angst zu erkennen,

die Angst zu umarmen

mit der Kraft der Liebe

ist der Schlüssel, die Angst zu erlösen.

 

 Die Angst vor dem Tod 

Warum haben Menschen vor dem Tod Angst? Angst vor dem Tod haben Menschen, die das Potenzial ihres Lebens nicht ausschöpfen. Sie leben nicht wirklich, können sich nicht auf das Leben einlassen. Der Schatten, ihr Schatten behindert sie, ihre Seele und damit sich selbst zu heilen.

Die wichtigste Aufgabe des Menschen  besteht darin, sich selbst zu heilen, seine Seele zu heilen. Versäumt der Mensch, diese essentielle Verpflichtung, und Verantwortung, die er gegenüber sich selbst und seiner Seele hat,  vertut er die Chance seiner seelischen und geistigen Entwicklung. Wer diese Lebensaufgabe nicht erfüllt, spürt unbewusst, dass sein Leben unerfüllt bleibt. Das macht Angst. Der unerfüllte und ungeheilte Mensch, der die Chance seiner Heilung vertan hat, lebt mit der Angst vor dem Tod, der Angst zu sterben, bevor sie den Sinn seines Daseins erfüllt hat.

Versteht der Mensch seine Seele, versteht er auch den Sinn des Todes und kann seine Angst vor dem Tod überwinden. Angst ist immer destruktiv, doch wenn der Mensch vor etwas Angst haben sollte, ist es seine Unwissenheit. Sie hält den Menschen in der Verblendung und Illusion, im Leid und in Krankheiten gefangen. Erst, wenn sich der Mensch der Selbsterkenntnis, dem Streben nach Wissen und Weisheit widmet, löst er seine Verblendung auf und kann sein Bewusstsein erweitern. Wahre Liebe besiegt den Tod.

Der Tod spricht: Ich bin der Tod. Ich bin so wichtig, wie das Leben. Durch mich wird das Leben. Ich bin die Kraft der Erneuerung. Ich komme, wenn die Zeit der Erlösung gekommen ist. So bin ich gütig, denn ich bin der Erlöser. Ich beende dein Leben. Ich rufe dich zum Schöpfer. So bereite ich den Weg für ein neues Leben. Ich bin die Wandlung, die Transformation, die allem innewohnt. Ständig erneuere ich die Zellen in deinem Körper, so kannst du durch mich sein. Du kannst dich mit mir versöhnen und meine Kraft für deinen Wandel gebrauchen. Verbinde dich mit meiner Kraft der Transformation und wandle dich. Ich wandle deine Gedanken, deine Gefühle, deinen physischen Körper in die Kraft der Liebe. Hast du Angst vor mir? Dann hast du Angst, dich zu wandeln. Die Liebe ist der Schlüssel, deine Angst zu erlösen. Werde frei, ich helfe dir dabei. Befreie dich von deinen Begrenzungen, Blockaden und Problemen. Ich kann dir mit der Kraft der Erneuerung zur Seite stehen. Erkennst du, dass ich Entwicklung und Erneuerung bringe, wirst du beginnen, deine Angst vor mir zu überwinden und meine Kraft lieben zu lernen. Ohne mich wärst du nicht. Hast du Angst vor dem Schöpfer, vor dem Unbekannten? Du überwindest diese Angst, indem du die Schöpfung achtest und nach seinen Gesetzen lebst. Ich bin dein ständiger Begleiter. Jede Nacht, wenn der Tag stirbt, frage ich dich, wie du den Tag genutzt hast. Hast du dich mit meiner Kraft der Wandlung verbunden und diese für deine Entwicklung benutzt? Wenn du diese Frage mit ja beantworten kannst, bin ich dir ein Freund geworden. So wirst du am Ende eines erfüllten Lebens mich liebevoll erwarten, wissend, dass dies das Ende eines neuen Anfangs ist.

 

Anna erzählt: Ich hatte einen Traum. Friedlich schwamm ich in einem See. Dann bemerke ich, dass ich nicht alleine bin. Ein riesiges Tier, ein Ungeheuer schwimmt auf der anderen Seite des Sees und stört meinen Seelenfrieden.

 

Das Tier erlösen

Anna begegnet dem Frosch. Sie soll das Tier akzeptieren lernen.

 

Anna begegnet in einem Traum dem Tier. Es ist ihr Schatten. Es ist vergleichbar mit dem Froschkönig. Die Königtochter lehnt den Frosch ab, findet ihn widerwärtig. Sie wirft den Frosch an die Wand. Der Königssohn ist erlöst und  die Schöne erkennt, wer er wahrhaftig ist. Anna handelt ebenso. In der Kommunikation mit dem Tier erkennt sie die Wahrheit.