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Authentische
Heilung
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Liebe
Authentische
Heilung
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Liebe „Authentische Heilung in Liebe“ – Die Praxis Auszüge aus dem "Heilbuch für die Familie - Die Regenbogenbrücke der Liebe" von Ute Ammanda Brinkmann, Veröffentlichung 2006 / 2007; Alle Rechte vorbehalten Wie gut ist es zu leben, wie gut ist es zu sein, wie gut ist es zu vergeben, dieser Welt im Schein. Die Welt der Illusionen, sie scheint uns hier so wahr, im Lichte der Erkenntnis, wird uns nun mehr klar, im Lichte der Erkenntnis zerfällt die Illusion, es kann sich offenbaren – der Menschheit geliebter Sohn. Reue, Vergebung, Einsicht, die wahren Schlüssel sind, die Welt zu überwinden, ihren trügerischen Schein, das wahre Leben finden, Eins mit Allem sein.
Jeder Heiler wird auf Grund seiner individuellen Reife, seiner Begabungen und seines Auftrages, seine spezifischen Heilverfahren entwickeln, mit deren Hilfe er Heilung Suchenden unter Anwendung des Heilprinzips der „Authentischen Heilung in Liebe“ dienen kann. Bei der Entwicklung meiner individuellen Heilmethode und des Heilprinzips der „Authentischen Heilung in Liebe“ ließ ich mich ausschließlich von meiner inneren Stimme und Intuition leiten. Nachfolgend möchte ich aufzeigen, wie es möglich ist, das Heilprinzip der „Authentischen Heilung in Liebe“ mit individuellen Begabungen und Fähigkeiten zu verbinden. In meiner Arbeit als Heilpraktikerin für Psychotherapie integriere ich die klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie nach Rogers, die Systemischen Aufstellungen nach Bert Hellinger, die Imaginationstherapie und die Energiearbeit in das Heilprinzip der „Authentischen Heilung in Liebe“. Den Rahmen für die Heilungen bilden „Räume der Liebe“, die die Heilungen unterstützen. Vor einer jeden Arbeit verbinde ich mich mit meinem inneren Heiler. Weiterhin verbinde ich mich mit der Seele des Klienten und bitte unsere Seelen, den Heilungsprozess zu lenken. Ich stelle mich bewusst als Kanal zur Verfügung. Auch stelle ich mental eine Verbindung zwischen meiner Seele, meinem Herzen, meinem Gehirn und meiner aurischen Strahlkraft her. Aus meiner Seelenanbindung heraus ist es mir Dank der Ausstrahlung meiner Seele möglich, die Seele des Klienten zu positiver Tätigkeit anzuregen, Klienten emotional und mental für die Heilung zu öffnen sowie in der Rolle des Stellvertreters, die Seelenenergien der Familienmitglieder bzw. der aufgestellten Personen sowie die Energien der aufgestellten Symptome oder Ursachen wahrzunehmen und deren Botschaften auszudrücken. Die Bewusstwerdung der auslösenden Faktoren ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erkenntnisprozess, den der Klient auf dem Weg der Heilung durchlaufen muss. Das Erkennen der Ursachen der Symptome ermöglicht dem Klienten eine Rückkopplung an die ursächlicher, auslösenden Umstände als Voraussetzung, diese zu be- und verarbeiten und letztendlich aufzulösen. Zunächst höre ich dem Klienten aufmerksam zu, wenn er sein Leben und die möglichen Auslöser der heutigen Krankheit oder Befindlichkeiten beschreibt. Grundsätzlich zeichne ich alles auf. Ich beginne mich einzufühlen und den roten Faden in der Geschichte des Klienten zu finden. Der Heilung Suchende trägt den Schlüssel seiner Heilung bereits in sich. Meine Aufgabe als Heilerin ist es, ausfindig zu machen. Über meine Seele kann ich intuitiv „im Feld des Klienten lesen“ und Botschaften empfangen. Mitschriften helfen mir, den roten Faden im Auge zu behalten. Die Themen werden beschrieben, eingekreist und besprochen. Es gilt wahrzunehmen, welches Thema das dringlichste ist. Heilung kann gelingen, wenn systematisch vorgegangen wird. Wie bei einer Zwiebel schält sich im Rahmen der Heil – Prozess – Arbeit eine Schicht nach der anderen, bis der Klient bereit ist, zur Wurzel des Übels vorzudringen. Es ist für den Therapeuten eine Herausforderung, immer den nächsten Schritt im Einklang mit dem Heilprozess des Klienten zu eruieren. Nach der Anamnese beginne ich die Heil – Prozess – Arbeit oftmals mit der Systemischen Arbeit. Ich bitte den Klienten, das zuvor definierte Thema aufzustellen. Dabei bediene ich mich speziell für die Aufstellungsarbeit entwickelter Figuren und Formen. Der Klient stellt die dringlichste Thematik auf. Es entsteht das innere Seelenbild zum aufgestellten Thema. Die Begegnung des Heilung Suchenden mit seinem Problem, dass nun unmittelbar vor ihm steht und mit ihm kommuniziert, löst in ihm bisher verdrängte Gefühle und Gedanken und bringt diese ans Licht. Der Erkenntnisprozess beginnt, wenn der Klient sein inneres Seelenbild wahrnimmt. Wir besprechen die Wahrnehmungen, tauschen unsere Gefühle und Gedanken aus. Dann beginnt der Klient mit dem Seelenbild, der Energie des Seelenbildes bzw. einer Energie im Seelenbild, die am dominantesten ist und am stärksten auf ihn wirkt, zu kommunizieren. Dabei bleibt der Klient in seiner Rolle und ich gehe in die Stellvertreterrolle. Vor der Kommunikation nehme ich noch einmal Kontakt zu meinem inneren Heiler und zu meiner Seele auf. Ich bete. Ich bitte darum, dass ich die Energie, die ich jetzt vertrete, authentisch kanalisieren und wieder geben kann. Ich stelle mich bewusst als Kanal dieser Energie zur Verfügung, damit der Klient mit seinen abgespaltenen Bewusstseinsanteilen, mit den Energien der Nicht – Liebe in seinem Feld, mit den Energien der Ursachen für die Deformationen in seinem Feld in Kontakt treten kann. Was nun geschieht, wirkt oft Wunder beim Heilung Suchenden. Er wird sich dieser Energie auf einer Weise bewusst, wie es ihm zuvor nie möglich war. Seine Gedanken und Gefühle in Bezug auf die aufgestellte Energie waren von seinen Wahrnehmungen, seinen Vorstellungen, seinem Bewusstsein geprägt. Jetzt hat er die Gelegenheit diese so wahrzunehmen, wie sie wirklich ist. Oftmals entpuppt sich die zuvor als so belastend und störend empfundene Energie als Freund, die den Klienten vor Gefahren schützt. Diese Erfahrung berührt den Klienten so tief, dass er nicht mehr wie zuvor denken und fühlen kann. Und das Wichtigste ist: Er ist von sich aus bereit, sich mit dieser Energie zu versöhnen. Er gewinnt im Kontext der Erkenntnis und Einsicht der Energiestrukturen, die in seinem Feld existieren, Klarheit und entwickelt ein neues Verständnis über sich selbst. Dieses macht es ihm leicht, sich selbst seinen Anteil an den Verstrickungen, anderen Beteiligten und der Energie zu vergeben sowie um Vergebung zu bitten. Wenn der Klärungs-, Reue- und Vergebungsprozess beendet ist, stellen wir gemeinsam die Erlösung auf. So verändert sich das sichtbare Seelenbild. Dieser Prozess findet in einem Raum der Liebe statt. Es brennt immer eine Kerze. Im Hintergrund laufen leise und wiederkehrend heilende Klänge. Im Prozess der Auflösung des aufgestellten Seelenbildes und der Aufstellung des erlösten Seelenbildes, stelle ich die transformierten Energien zur Erlösung an einen kleinen Altar, der auf dem Tisch steht und zünde für den Klienten in seiner neuen Position eine Kerze an. Ich bitte den Klienten, das neue Seelenbild, das lebendig und wahrhaftig auf ihn wirkt, tief in sich aufzunehmen. Essenzen, die er einatmet, z.B. die Lichtwesen – Essenzen, unterstützen diesen Prozess. Der genesende Klient atmet das geheilte Seelenbild ein und integriert es in sein Bewusstsein. Dieser Prozess braucht Zeit. Anschließend beschreibt der Klient, sofern er dazu bereit ist, wie er sich jetzt fühlt. Die Heil – Prozess – Arbeit wird erst beendet, wenn alle diese Schritte vollzogen sind, d.h. wenn der Klient durch den Prozess der Erkenntnis und Einsicht gegangen ist, Verständnis erlangen konnte, um zu bereuen und letztendlich zu vergeben. Erst wenn der Klient den Erlösungsprozess vollendet und verinnerlicht hat, wird die Sitzung beendet. Es ist niemals möglich den Heilungsprozess als Ganzes zu überblicken und in einer vorgegebenen Zeit zu vollenden. Möglich ist aber, das Thema, das Heiler und Klient gemeinsam bearbeiten, als Prozess zu betrachten und in diesem Kontext, dieses Thema bzw. Aspekte desselben herauszukristallisieren und aufzulösen. So werden kleine Bausteine bzw. Anteile im Heilung Suchenden erlöst, die sich später in einen umfassenderen Heilungsprozess einfügen und dem Klienten längerfristig die angestrebte vollständige Genesung ermöglichen. Das Problem der heutigen Praxis ist, dass die Heilarbeit an einem bestimmten Punkt aus Zeitgründen abgebrochen wird und der Heilung Suchende mit der „aufgeräufelten“ Energie dasitzt, jedoch nichts mit ihr anzufangen weiß. Die Situation kann dann für den Klienten unter Umständen sogar belastender und unerträglicher sein, als vor Beginn der Heilarbeit. Als ich vor Jahren als Heilung Suchende an Familienaufstellungen teilnahm, klagten fast alle Teilnehmer, die bereits aufgestellt hatten, über das Gefühl, festzusitzen. Ich verstand dies erst, nachdem ich selbst meine Familie aufgestellt hatte und nicht genug Zeit war, um die Arbeit richtig zu beenden. Die Therapeutin antwortete auf die Klagen: „Die Seele braucht Zeit.“ Ich habe die seinerzeit begonnene familiensystemische Arbeit mittels der Mentalaufstellung, der Aufstellung in Imagination, weitergeführt und vollendet und erfuhr dadurch wahre Heilung. Danach erlebte ich die Erleichterung, die ich bei meinen Klienten wahrnehme, wenn es vollbracht ist. Das Beispiel zeigt, dass die Wunder vollbringende familiensystemische Arbeit ins Gegenteil umschlagen kann, wenn die Heilverfahren halbherzig oder unwissend praktiziert werden. Während meiner Arbeit empfange ich innere Bilder oder Eingebungen, die mir zeigen, welcher Schritt der nächstfolgende für den Klienten ist und wo der Klient im Heilungsprozess steht. Ich male Bilder auf, die zeigen, wo der Klient steht, was vollbracht ist und was noch vor uns liegt. Der Klient kann dadurch seinen Heilungsprozess besser überblicken. Es ist Aufgabe des Therapeuten, den Klienten dort abzuholen, wo er gerade steht. Die Heilthemen werden Schicht für Schicht bearbeitet, bis der Klient bereit ist, zur „Wurzel des Übels“ vorzudringen und sich von dieser zu befreien. Auf dem Weg dorthin gewinnt der Klient an Selbstvertrauen, Vertrauen in die Therapie, Vertrauen in den Heiler, Vertrauen in seinen Heilungsprozess. Er gewinnt an Selbstbewusstsein und Stärke, lernt sich selbst anzunehmen und sich seinem „Schatten“ zu stellen. Wie ein Operateur ist es die Aufgabe des Heilers, die Heilthemen im Feld des Klienten einzukreisen, seine Aufmerksamkeit auf das nächste Thema zu richten und ihn durch den Prozess der Erkenntnis zu begleiten. Der Heiler arbeitet mit dem „Feld“ des Heilung Suchenden, fokussiert Störfelder, Fehlschöpfungen und krankmachende Energien und begleitet den Heilung Suchenden darin, sich von diesen zu befreien. Entscheidend für den Genesungsprozess ist, dass der Klient authentisch und bewusst diesen mitgestaltet und miterlebt. So gelangt er in der Therapie zur Einsicht über die Ursachen seiner Krankheit bzw. Schwierigkeiten und erkennt, die Zusammenhänge und seinen Anteil an den Verstrickungen und lernt, sich von diesen zu befreien. Der erste Schritt im Heilungsprozess ist die Fixierung des Problems oder Themas. Der zweite Schritt ist das Erkennen der Ursachen bzw. die Einsicht des Problems. Der dritte Schritt ist die Annahme der aufgedeckten Ursachen. In Begleitung des Heilers wird es dem Klienten möglich, die Verstrickungen zu akzeptieren und anzunehmen. Der vierte Schritt besteht in der Auflösung durch Reue und Vergebung. Der Heilung Suchende bereut zutiefst seinen Anteil an der Verstrickung. Er vergibt sich selbst und allen Beteiligten. „Tätern“ wird im Rahmen der Heil – Prozess - Arbeit ein Profil gegeben. Der Heilung Suchende erkennt, dass der „Täter“ selbst ein „Opfer“ ist, der aus dem Kontext seiner Lebensgeschichte gehandelt hat und dass in der Regel dem „Täter“ die Konsequenzen seines Handelns nicht bewusst waren. So wird es ihm möglich, dem „Täter“ zu vergeben. Darüber hinaus wird dem Heilung Suchenden bewusst, dass es keine „Täter“ und „Opfer“ gibt. Er erkennt, dass er gleichermaßen in den Prozess verstrickt ist und er unter Umständen durch sein Verhalten die „Tat“ begünstigt hat. Aus diesem Verständnis heraus entwickelt der Heilung Suchende die Bereitschaft, sich selbst zu vergeben. Diesen Anteil hat er in der Regel zuvor nicht wahrgenommen. Ist die Beteiligung des Klienten an den auslösenden Faktoren nicht erkennbar, weil diese in den Vorfahren oder anderen Ursachen begründet liegt, kann der Klient aus Liebe zu sich selbst und Einsicht darüber, dass es Dinge gibt, die uns nicht offenbart werden, sich selbst vergeben. Wahre Heilung wird durch Vergebung möglich. Die Vergebung ermöglicht es dem Klienten, sich von den Energien der Nicht – Liebe zu befreien als Voraussetzung wieder mehr Liebe in sein Feld fließen zu lassen. Wo zuvor Aggressionen und Wut das Feld des Klienten ausfüllten, können diese nun bewusst „ausgeleitet“ werden und Energien der Liebe, Kraft und Heilung können in sein Feld fließen. Die Auflösung geschieht auf zwei Ebenen. Einerseits findet diese durch Vergebung im Gespräch mit den aufgestellten Personen und Energien statt. Andererseits wird nach dem Vergebungsritual das aufgestellte innere Seelenbild so verändert, dass eine höhere Ordnung der Liebe entsteht. Der Klient hat nun die Möglichkeit dieses neue „Seelenbild der Liebe“ in sein Feld zu integrieren. Die Heilimpulse initiieren im Feld des Klienten eine höhere Ordnung der Liebe. Dieses wiederum ermöglicht die Annäherung an die Große Harmonie. Die Heilarbeit erfolgt grundsätzlich im Hier und Jetzt. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft fließen im Hier und Jetzt zusammen und verschmelzen in einem Jetztpunkt. In der Heil – Prozess - Arbeit wird alles ins Hier und Jetzt geholt und findet Jetzt statt. So wird das über Jahrzehnte Zurückliegende so wahrnehmbar, dass es jetzt stattfindet. Die Figuren (Menschen, Kinder und Formen für die Energien) unterstützen den Heilung Suchenden darin, das innere Seelenbild aufzustellen, sich in das Bild hinein zu begeben und so authentisch die Gespräche mit den beteiligten Personen und Energien zu führen. Er dringt tief in seine Seelenwelt ein. Für ihn findet das, was in seinem Seelenbild vor ihm geschieht, wahrhaftig statt. Der Heiler taucht vollkommen in den „Seelenfilm“ des Klienten ein und geht in seiner Rolle als Stellvertreter auf. Nur wenn es ihm gelingt, sich authentisch in die Situation, die beteiligten Personen und Energien einzufühlen, kann er wahrhaftig den Heilungsprozess mitgestalten. Der Heiler vergisst, dass er Therapeut ist, wenn er auch als solcher agiert. Er verschmilzt auf der Bühne des Geschehens mit den Personen und Energien, spielt seine Rolle im Lebensdrama des Klienten und der Heilungsprozess läuft in einer Einfachheit und Klarheit, so dass die ursächlichen Themen vom Urgrund des Vergessens an die Oberfläche ins Bewusstsein geholt und damit aufgelöst werden können. In keinem Augenblick bewertet der Heiler das Verhalten des Klienten, auch nicht in seinen Gedanken. Er ist vollkommen frei von irgendeiner Form der Beurteilung, weil er im Mitgefühl und dem Verständnis für den Klienten und dem Bedürfnis, den Klienten wahrhaftig in seinem Heilungsprozess zu begleiten, aufgeht. Der Heiler achtet bei der Begleitung seines Klienten darauf, dass dessen Haltung gegenüber seinen Eltern, Familienmitgliedern und anderen beteiligten Personen respektvoll ist. Er unterstützt ihn darin, Eltern und anderen Personen mit Ehrerbietung zu begegnen, sie zu lieben, zu ehren und zu achten und vermittelt dem Klienten ein Verständnis für den anderen, so dass es diesem möglich ist, zu vergeben. Voraussetzung für die dargestellte Heil – Prozess - Arbeit ist, dass der Klient auf Grund seines Gesundheitszustandes in der Lage ist, aktiv den Heilungsprozess mitzugestalten und Vertrauen in seinen Heilungsprozess zu gewinnen. Der Wille zur Genesung muss vorhanden sein. Der natürliche Ablauf des Heilungsprozesses gleicht Prozessen in der Natur: Ein Same wird „in die Erde“ gelegt. Zunächst ist der Same nicht sichtbar. Der Same wird jedoch regelmäßig gegossen und die Sonne scheint darauf (durch die Heil – Prozess – Arbeit). Diese Phase ist die schwierigste, weil der Heiler den Samen in der Erde sieht und weiß, dass mit der gemeinsamen Arbeit der Samen aufgehen wird, einen Keimling entwickelt und bald die Erde durchbrechen und sichtbar werden wird. Der Heilung Suchende jedoch hat zunächst keine Beweise, dass der Same tatsächlich existiert. Noch kann er schwanken, noch können seine Zweifel seinen Glauben an den Samen zerstören. In dieser Phase braucht der Heilung Suchende eine Kraft, die ihn trägt. Doch dann wird der „Same“ sichtbar. Der Keimling durchdringt die Erde, zart und verletzbar. Er braucht Schutz, um weiter zu wachsen und zu gedeihen. Durch regelmäßiges Gießen, durch gute Wachstumsbedingungen, entwickelt sich nun ein kleines Bäumchen, aus dem später ein großer starker Baum werden kann. Aus dem Samen kann das werden, wozu er bestimmt ist, wenn die Voraussetzungen für sein Wachstum gegeben sind. Aus dem Heilung Suchenden kann das werden, wozu er bestimmt ist, wenn die Voraussetzungen durch die Heil – Prozess – Arbeit gegeben sind und er auf dem richtigen Pfad wandelt, auf dem er wahrhaftig sich selbst, sein wahres Selbst findet. Die Beziehung des Heilung Suchenden und des Therapeuten im Heilungsprozess Einen Heilungsprozess zu begleiten, erfordert immer die Herstellung einer Beziehung von mindestens zwei Beteiligten, dem Heiler und dem Heilung Suchenden. Beide sollten sich ihrer Rolle in diesem Prozess bewusst sein und daran arbeiten, dass wahre Heilung geschehen kann. Der Heiler übernimmt in diesem Prozess die Mittlerfunktion zwischen der Persönlichkeit und der Seele des Klienten und regt mittels seiner Seelenaktivität die Seele des Heilung Suchenden zu positiver Tätigkeit an. Seine Aufgabe ist es, mittels der Heil – Prozess – Arbeit eine Brücke zu bauen, so dass der Heilung Suchende in der Lage ist, sich über den Kontakt zu seiner Seele, selbst zu heilen. Der Heilung Suchende sollte sich mit den Möglichkeiten, seinen Heilungsprozess zu unterstützen, auseinander setzen. Er sollte in den Heilungsprozess eine hohe Bereitschaft zur Genesung mitbringen. Wenn der Klient keine Hoffnung hat, kann der Heiler diese entwickeln helfen. Der Wille des Klienten, genesen zu wollen, ist ein Fundament, auf dem der Heilungsprozess voranschreitet. Um den Heilungsprozess durchzustehen und die damit verbundenen Heilkrisen zu meistern, bedarf es einer gewissen Disziplin. Die Disziplin besteht darin, dass der Heilung Suchende die vereinbarten Termine wahrnimmt und dass er sich bei auftretenden Problemen vertrauensvoll an den Heiler wendet. Nur so kann dieser, den Heilung Suchenden unterstützen, auftretende Heilkrisen zu meistern und die Durchbrüche seiner Heilarbeit begleiten. Der Heilung Suchende benötigt für seine Prozessarbeit Vertrauen in die Arbeit des Therapeuten und die Heilverfahren. Dieses Vertrauen wird durch bereits erfahrene Heilungsfortschritte, die ihm Erlösung und Erleichterung brachten, genährt. Grundlage für eine erfolgreiche Heilarbeit ist die Aufklärung des Klienten über den Verlauf des Heilungsprozesses. Heilung ist begleitet von Höhen und Tiefen. Der Klient sollte wissen, dass im Rahmen der Heil – Prozess – Arbeit, Heilkrisen auftreten, die die Heil – Prozess – Arbeit gefährden, findet der Klient in diesen nicht den Kontakt zum Heiler und den notwendigen Rückhalt. Der Heilung Suchende benötigt für die Prozessarbeit die Fähigkeit zur Einsicht in seine Geschichte. Diese erhält der Klient im Rahmen der therapeutischen Arbeit. Seine Einsicht in die zentralen Themen, die sein Leben prägten, ermöglichen dem Heilung Suchenden, seinen Anteil an der Verstrickung zu erkennen, zu bereuen und sich selbst sowie den beteiligten Personen und Umständen zu vergeben. Reue und Vergebung sind Schlüssel zur tiefgründigen Reinigung und Heilung des Feldes des Heilung Suchenden. Für ihn und seinen Heilungsprozess ist es hilfreich, wenn seine innere Haltung gegenüber dem Heiler von Dankbarkeit und Wertschätzung geprägt ist. Es geht nicht darum, Dankbarkeit zu kommunizieren. Es geht um die innere Haltung, die der Heilung Suchende gegenüber dem Heilungsprozess, seiner Seele und dem Göttlichen einnimmt. Der Heiler ist Mittler dieser Kräfte und hilft dem Klienten, Heilung zu erlangen. Dafür steht er dem Heilung Suchenden auch außerhalb der vereinbarten Zeiten begleitend zur Seite. Die Genesung, die der Heilung Suchende mit Hilfe des Heilers erfährt, ist das höchste Gut, das ihm zuteil wird. Ist der Heilung Suchende nicht in der Lage eine innere Haltung der Dankbarkeit zu entwickeln und fehlt ihm die innere Wertschätzung für die Arbeit des Heilers, kann sich dieses Fehlverhalten störend auf die Therapie auswirken und die fortschreitende Heilung des Klienten behindern. Die Rolle des Heilung Suchenden im Heilungsprozess Der Heiler ist Mittler zwischen Persönlichkeit und Seele des Heilung Suchenden und hilft diesem, auf rechte Weise zu genesen. Die Methoden, die zur Heilung führen, sind sehr unterschiedlich. Der Fortschritt der Genesung hängt letztendlich jedoch immer vom Heilung Suchenden selbst ab. Die Krankheit zwingt ihn, an sich zu arbeiten, seine Geisteshaltung und sich selbst zu ändern. Die Heilung hängt auch vom Heiler ab, insbesondere von seiner Fähigkeit, kraft seiner Seele, die Seele des Heilung Suchenden zu positiver Tätigkeit anzuregen. In erster Linie jedoch beeinflusst die Bereitschaft des Heilung Suchenden, sich zu ändern, neue Wertmaßstäbe zu setzen, sich der Liebe zuzuwenden, sich mit seiner Seele, mit der universellen Liebe und der Großen Harmonie zu verbinden, den Heilungsfortschritt. Er bestimmt entscheidend den Verlauf des Heilungsprozesses. Dies geschieht durch Mitarbeit, innere Beteiligung, seine Bereitschaft, Erkenntnisse aufzunehmen, zu verarbeiten und zu vergeben und vor allem durch seinen Willen, Heilung erfahren zu wollen. Der Grad der Mitwirkung wird in Abhängigkeit von der Heilungsproblematik unterschiedlich ausgeprägt sein, dennoch muss der Heilung Suchende auf eine ihm mögliche Weise Heilungsbereitschaft kommunizieren. Der Heiler klärt den Heilung Suchenden über seine Mitverantwortung und seine Mitwirkungspflichten auf. Er vermittelt dem Heilung Suchenden seine Rolle und Verantwortung im Heilungsprozess. Es geht für den Heilung Suchenden darum, dass er die Verantwortung für seinen Heilungsprozess übernimmt und dass er aus dieser Verantwortung heraus die Bereitschaft entwickelt, die Heil – Prozess – Arbeit zu leisten. Der Heiler respektiert den freien Willen des Heilung Suchenden und ist frei von Manipulation. Der Heilung Suchende entscheidet über die Gesundung und Heilung seines Feldes. Kann sich der Heilung Suchende auf Grund bestimmter Entwicklungen, die er noch erfahren muss, noch nicht entscheiden, die Gabe der Liebe des Heilers anzunehmen, wird dieser seine Entscheidung respektieren. Es entspricht seiner Geisteshaltung, den freien Willen eines Menschen zu respektieren, auch wenn es bedeutet, dass sich der Heilung Suchende auf Grund der Versagung der Heilung weiteren Leidensprozessen stellen muss. Wahre Heilung kann nur gelingen, wenn der Heilung Suchende seinen Anteil im Heilungsprozess trägt und diesen bewusst mitgestaltet. Die Heilung Suchende trägt grundsätzlich Verantwortung für sich selbst, seine Gesundheit, seinen Heilungsprozess und für sein Seelenwachstum. Fühlt er, dass das Heilungsangebot eines Therapeuten nicht stimmig für ihn ist, sollte er dieses auch nicht annehmen. Bei der Entscheidung ist es wichtig, dass der Heilung Suchende sich nicht vor Prozessen drückt, sondern er wahrhaftig mit seiner inneren Stimme verbunden ist. Der Verlauf des Heilungsprozesses und seine Meisterung Der Heiler sollte vor Beginn der gemeinsamen Arbeit den Klienten auf die Besonderheiten des Prozessablaufes aufmerksam machen. Heilung verläuft nicht geradlinig. Der Heilung Suchende muss darauf vorbereitet werden, dass der Heilungsprozess einer Sinuskurve ähnelt. Über einen unbestimmten Zeitraum gibt es Höhen und Tiefen. Während der Höhenphasen wachsen die Hoffnung, die Erleichterung und die Freude über die Arbeit an sich selbst. In den Tiefenphasen können bei dem Heilung Suchenden Zweifel an der Heilarbeit und an sich selbst auftreten. Die Sinuskurve verläuft unter günstigen Bedingungen so, dass der Heilung Suchende während des Heilungsverlaufes immer stabiler wird und er sich auf der Spirale aufwärts bewegt. Die Höhe der Ausschläge der Amplituden geht zunehmend zurück. Eines Tages bewegt sich der Heilung Suchende überwiegend in seiner inneren Mitte. Desto länger der Mensch an sich selbst arbeitet, desto mehr gewinnt er an Erfahrung und weiß um die Höhen und Tiefen der Heil – Prozess – Arbeit. Er geht gelassener mit sich selbst und dem Prozess um. Darum gerät er später nicht mehr so schnell in Panik oder Zweifel. Er hat gelernt, sich der inneren Führung seines Heilungsprozesses hinzugeben. Der Heilung Suchende gerät unabhängig von den Höhen und Tiefen, die die Heilarbeit mit sich bringt, in Heilkrisen. Sie stellen für den Heilung Suchenden eine Prüfung dar, ob er wirklich für den nächsten Schritt bereit ist. In den Heilkrisen setzt sich der Heilung Praktizierende mit seinen unerlösten Bewusstseinsanteilen auseinander, transformiert und integriert sie. Heilkrisen prüfen den Heilung Suchenden, ob er Vertrauen in den Heilungsprozess hat und ob er wirklich bereit ist, die Gnade der Heilung anzunehmen. Während der Heilkrise kann sich der Heilung Suchende selbst, seinen Heiler, seinen Weg der Heilung und anderes mehr in Frage stellen. Es plagen ihn Zweifel und er neigt unter ungünstigsten Bedingungen dazu, die Heil – Prozess – Arbeit aufzugeben. Er verliert die Hoffnung und sieht in der Arbeit an sich selbst keinen Sinn mehr. Das Problem ist, dass eine gewisse Zeit vergeht, bis die Saat der Heilarbeit aufgeht und die Früchte aus dieser Arbeit sichtbar werden. Der ungeduldige und ungläubige Heilung Suchende schlussfolgert, dass die Heil – Prozess – Arbeit bei ihm nicht wirkt. Heilarbeit, die die Gesetze der Heilung beachtet, wirkt immer. Es vergehen jedoch mindestens Wochen, wenn nicht Monate, bis der Heilung Suchende selbst das Pflänzchen erblicken kann, dessen Same er in der Heil – Prozess – Arbeit gesät hat. Es ist für den Heilung Suchenden wichtig, die Arbeit an sich selbst fortzusetzen, auch wenn Ergebnisse nicht gleich sichtbar sind. Es gibt jedoch auch Heilung Suchende, die über alle Zweifel erhaben und tief mit ihrem Heilungsprozess verwurzelt sind. Sie wissen um die Heilkrisen und nehmen diese mit einer Ergebenheit und Gelassenheit an, weil sie über etwas verfügen, das die ersteren nicht besitzen – Vertrauen in den Prozess. Sie gehen durch ihre Prozesse in der rechten Geisteshaltung, wissend dass sie auf diese Weise alle Hindernisse überwinden werden. Der erste Typus braucht Zeit und Beistand, um sich dieses Vertrauen in den Prozess zu Eigen zu machen. Wiederholte Erfahrungen der erfolgreichen Bewältigung einer Heilkrise und das damit verbundene Erleben der Genesung, stärken sein Vertrauen in den Heilungsprozess. Während der Heilkrisen ist es wichtig, dass sich der Heilung Suchende vertrauensvoll an seinen Heiler wenden kann. Dieser bereitet den Heilung Suchenden auf die Heilkrisen vor, klärt über den Sinn der Heilkrisen auf und begleitet ihn liebevoll durch die Krisenprozesse. Er ist für seine Klienten auch über die vereinbarten Termine hinaus ansprechbar, so dass sich der Heilung Suchende sicher sein kann, dass er bei einer auftretenden Krise Hilfe und Zuspruch erfährt. Bleibt diese Hilfe aus, kann an diesem Punkt der Weg der Heilung des Klienten gefährdet werden. Der Heiler sollte seinem Klienten versichern, dass dieser ihn jederzeit kontaktieren kann. Ist der Heilung Suchende auf den Verlauf des Heilungsprozesses vorbereitet, kann er die „schlechten Phasen“ und Heilkrisen leichter bewältigen, weil er weiß, dass diese gesetzmäßig sind und es bald wieder bergauf geht. Während der Heilkrisen erfolgt die Integration der Prozesse, die der Heilung Suchende an der Seite seines Therapeuten realisiert hat. Heilkrisen begleiten den Heilung Praktizierenden auch, wenn er alleine an sich selbst arbeitet. Sie sind ebenso integriert in den Heilungsprozess, wie Lebenskrisen in das Leben. Überwiegen die Hoffnungslosigkeit und Zweifel kann dies dazu führen, dass der Heilung Suchende die Heilarbeit aufgibt. Hält der Heilung Suchende an seiner Entscheidung fest, hat der Heiler diese zu akzeptieren. Der Heilung Suchende ist Schöpfer seines Schicksals. Mittels seines freien Willens bestimmt er selbst über sein Leben. Die Konsequenzen jedoch, die sich für den Menschen ergeben, der sich nicht seinen Heilthemen stellt, sind oftmals mit Leid verbunden. Leidensprozesse kosten viel Kraft und Durchhaltevermögen. Sie werden dem Menschen unfreiwillig aufgezwungen, wenn er sich nicht freiwillig seinen unerlösten Themen, seinem „Schatten“ stellt. Da der Mensch ohnehin Prozessen ausgesetzt ist, ist es heilsamer die Heil – Prozess – Arbeit als Leidensprozesse durchzustehen. Letztere sind für den Menschen wesentlich qual- und schmerzvoller als die Heil – Prozess – Arbeit, die den Heilung Suchenden Schritt für Schritt in seine Heilung sowie in die Genesung seiner Mitmenschen führt. Überhaupt ist die Verantwortung des Menschen weitaus größer als es ihm in der Regel bewusst ist. Der Mensch trägt nicht nur für sich selbst die Verantwortung, sondern auch für seinen Clan, seine Sippe, seine Familie. Themen, die der Heilung Suchende nicht auflöst, werden oft seinen Nachkommen zur Auflösung übergeben. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Mensch ein Teil seiner Themen „geerbt“ hat. Er hat sie von seinen Vorfahren übernommen, die es nicht vermochten, sie aufzulösen. Die Rahmenbedingungen für die Heil – Prozess – Arbeit haben sich wesentlich verbessert. Der Mensch hat heute die Möglichkeit, sich seiner seelischen und geistigen Entwicklung zu widmen. Er trägt eine Mitverantwortung für die Menschheitsfamilie. Die Menschheit ist die Summe aller auf der Erde lebenden Menschen. Je mehr Menschen sich der Heil –Prozess – Arbeit stellen und ihr Feld von Energien der Nicht – Liebe befreien, desto mehr Menschen leben in einem Feld der Liebe. Die Summe der Felder der Liebe aller auf der Erde lebenden Menschen ist gleich die Schaffung eines Planeten der Liebe.
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