Im Dialog mit der Seele

 

„Authentische Heilung in Liebe“

    © Copyright  Ammanda Ute Brinkmann, Dossestr. 143, 16321 Bernau

 

 Das Heilprinzip: Die „Authentische Heilung in Liebe

 

Die Wissenschaft der Heilung ist heilig. Sie ist trotz der unwiderruflichen bedeutenden Fortschritte, die die Menschheit in den letzten Jahrhunderten auf dem Gebiet der Medizin und Heilung erreicht hat, relativ unentdeckt. Natürliche harmonisierende Heilverfahren bieten Heilung suchenden Menschen neue Chancen zu ihrer Genesung. Neue Erkenntnisse revolutionieren die Psychologie und noch vor Jahrzehnten unbekannte psychotherapeutische Verfahren der Tiefen – Prozess – Arbeit wandeln die Psychotherapie sowie die Möglichkeiten durch die Arbeit an sich selbst, wahre Heilung zu erlangen.

Heilung kann auf drei Arten geschehen:

  1. durch schulmedizinische und chirurgische Methoden
  2. durch psychologische Methoden
  3. durch Anregung der Aktivität der Seele

Eine wahrhaftige Methode der Heilung ist die, bei der die Seele des betreffenden Menschen zu positiver Tätigkeit angeregt wird. Wahre Heilung geschieht, wenn es dem Heilung Suchenden gelingt, über die Anbindung an seine Seele, diese in seine Persönlichkeit fließen  und sich zunehmend von ihr leiten zu lassen. Die Kraft der Seele lässt den Menschen in den tiefen Schichten seines Seins genesen. Sie besitzt die Macht, Blockaden und Stauungen zu beseitigen, die Ursachen für zahlreiche Krankheiten sind.

Die „Authentische Heilung in Liebe“ ist ein Heilprinzip, das eine Qualität der Heil- und Bewusstseinsarbeit definiert. Absicht, Weg und Ziel der „Authentische Heilung in Liebe“ ist es, die Seele des Menschen zu positiver Tätigkeit anzuregen. Der Sinn der Einführung eines Heilprinzips in der Heil- und Bewusstseinsarbeit besteht darin, Heilung auf die Qualität der Heilung, die innere Haltung, die Geisteshaltung des Heilung Praktizierenden auszurichten sowie Kriterien und Prinzipien zu definieren, die bei der Heil – Prozess – Arbeit beachtet werden sollten. Dies gilt für die Selbstheilung, die Psychotherapie und alle Heilverfahren, die auf die geistige und seelische Entwicklung der Menschen ausgerichtet sind. Der Heilung Suchende kann mit der Aufgabe, den rechten Weg der Heilung zu finden, überfordert sein, wenn ihm das nötige Wissen fehlt. Er hat keine Wertmaßstäbe, woran er den Heiler oder sich selbst messen kann. Strebt der Heilung Suchende aufrichtig nach Heilung, kann er diese nur erreichen, wenn die angewandten Heilmethoden wahrhaftig sind und ihn in seiner geistigen und seelischen Entwicklung fördern. Jedes Heilverfahren kann durch fehlerhafte, unwissende und halbherzige Anwendung verfälscht und missbraucht werden. In Folge dessen kann der Heilung Suchende in seinen Prozessen stecken bleiben. Er ist auf wahrhaftige Informationen angewiesen. Die Praxis zeigt jedoch, dass diese dem Heilung Suchenden nicht immer zur Verfügung gestellt werden. Eine Ursache ist, dass Heiler selbst „suchtsystemisch orientiert“ sind (vgl. Anne Wilson – Schaef), partiell unwissend sind oder sich keine Zeit nehmen. Unsere Gesellschaft wird durch Rhythmen bestimmt, die Druck aufbauen und die Zeit begrenzen. Der natürliche Rhythmus der Großen Harmonie kennt diese Beschränkungen nicht. Er ist. Heil – Prozess – Arbeit im Einklang mit der Großen Harmonie kennt keinen Druck und keine Zeitprobleme. Sie kennt nur Liebe, Wissen und den Prozess, zu sein. Uns mit der Harmonie in der Heil – Prozess - Arbeit zu verbinden, hat transformierende Folgen für unser bestehendes Heilsystem. Wahre Heilung ist nur im Einklang mit der Großen Harmonie möglich. Um genügend Geld verdienen zu können, werden Ärzte und Therapeuten in ein System gezwungen, dass ihnen Druck und Zeitbegrenzung auferlegt. Da in diesem Kontext wenig Sinn für Aufklärung von Heilung Suchenden bleibt, kann die Einführung eines Heilprinzips diese Lücke füllen.

Die Authentische Heilung der Liebe ist ein Heilprinzip, das Heilung Suchenden eine Heilqualität in der Heil – Prozess – Arbeit zusichert. Das Heilprinzip der „Authentischen Heilung in Liebe“ stellt das Wie in den Mittelpunkt der Heilarbeit. Die innere Haltung des Heilers und des Heilung Suchenden rückt in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Das Bewusstsein und die Geisteshaltung sind entscheidend für den Erfolg. Heilung kann unterschiedlich motiviert sein. Es gilt, die Unterscheidungskraft zu entwickeln, ob der Heiler unter Beachtung der geistigen Gesetze und in Liebe heilt oder ob er sich im Zustand der Trennung befindet und seine Tätigkeit vorrangig der Befriedigung seiner persönlichen Interessen dient. Letztere Haltung kann nicht wahre Heilung initiieren. Der Heilung Suchende steht heute vor der Herausforderung, Unterscheidungskraft zu entwickeln, ob der Heiler ihn wahrhaftig auf seinem individuellen Weg der geistigen und seelischen Entwicklung unterstützt. Die „Authentische Heilung in Liebe“ formuliert den Anspruch, die Aufmerksamkeit nicht vorrangig auf die Methode zu richten, sondern wesentlich ist, dass der Heiler in der Lage ist, die Seele des Klienten zu positiver Tätigkeit anzuregen.

Es ist ein Erfordernis der Zeit sowohl Heilern als auch Heilung Suchenden eine Orientierung für die wahrhaftige Anwendung von Heilverfahren zu geben. Es geht darum, ein Heilprinzip zu entwickeln, dass dem Heilung Suchenden zusichert, dass die Heilverfahren wahrhaftig bei ihm Anwendung finden. Das Kriterium für Wahrhaftigkeit in der Heilung ist, dass der Mensch mittels der Heilverfahren auf seinem geistigen und seelischen Entwicklungsweg voranschreiten kann. Die „Authentische Heilung in Liebe“ ist ein Heilprinzip, das grundsätzlich alle Heilweisen begleiten sollte. Sie dient Heilern und Heilung Suchenden, der Heil – Prozess – Arbeit mit der rechten Geisteshaltung gegenüber zu treten. Die Kriterien sollen Heiler und Heilung Suchenden helfen, der Heil – Prozess – Arbeit mit der rechten Geisteshaltung gegenüberzutreten. Sie schützt vor den Folgen des unbewussten oder bewussten Missbrauchs der Schöpferkraft. Klarheit und Transparenz in den Heilqualitäten der Therapiemethoden wie auch in der Arbeit an sich selbst sind ein Grunderfordernis unserer Zeit. Der Heilung Suchende, der mit der Arbeit an sich selbst beginnt, erhält mit dem Heilprinzip der Authentischen Heilung in Liebe eine Orientierung für seine innere Heilarbeit. Nimmt er die beschriebene Geisteshaltung an, kann es ihm gelingen, auf seinem inneren Pfad der Heilung voranzuschreiten und wahre Heilung zu erlangen.

 

Das Qualitätsmerkmal

„Die Authentische Heilung in Liebe“

Die Qualitätskriterien der „Authentischen Heilung in Liebe“ dienen der Ausrichtung des Heilung Praktizierenden auf die Qualität seiner Arbeit, auf die Liebe und auf eine Geisteshaltung, die Heilung überhaupt ermöglicht. Der Heilung Praktizierende wird in die Lage versetzt, sein Wissen und Verhalten anhand objektiver Qualitätskriterien zu prüfen und kann sich ändern, sofern er bemerkt, dass er über Defizite verfügt, die er zuvor auf Grund fehlenden Wissens nicht wahrnehmen konnte.

Auf Grund der Definition von Qualitätskriterien ist der Heilung Suchende in der Lage, seinen Heiler und sich selbst auf „Echtheit“ zu prüfen. Der Heilung Suchende kann sich selbst und seinen Heiler dahingehend prüfen, ob sie nach diesen Richtlinien arbeiten – wahrhaftig und in Liebe.

Der Heilung Suchende, der Selbstheilung praktiziert, wird zum Heilung Praktizierenden an sich selbst. Es wird ihm nur möglich sein, die Ursachen von Krankheiten, Schwierigkeiten und Problemen zu erkennen und diese aufzulösen, wenn seine Geisteshaltung der Liebe entspricht. Der Selbstheilung Praktizierende erhält in den Kriterien einen roten Faden, welche Haltung er sich erarbeiten muss, als Voraussetzung, Heilarbeit zu praktizieren und an sich selbst zu arbeiten. Letztendlich ist es immer die wahre Geisteshaltung, die die Türen öffnet, um auf dem Weg der Heilung voranzuschreiten. Der nach Selbstheilung Strebende, der das Heilbuchwerk studieren und die vorgestellte Heilarbeit praktizieren möchte, möge die Geisteshaltung des „Authentischen Heilers in Liebe“ annehmen, da diese der Schlüssel ist, auf dem Weg der Selbstheilung voranzuschreiten.

Es gibt viele Heilmethoden, die eine konkrete Behandlungsweise definieren. Es gibt jedoch keine Qualitätskriterien, die Heilung Suchenden unabhängig von der Behandlungsmethode zusichern, dass sie wahrhaftig und in Liebe geheilt werden.

Die nachfolgend aufgeführten Kriterien definieren das Qualitätsmerkmal der „Authentischen Heilung in Liebe“.

 

Kriterien der „Authentische Heilung in Liebe“

Liebe, Mitgefühl, Nächstenliebe, Achtung, Nichtbewertung und die rechte Geisteshaltung in der Heil – Prozess – Arbeit

Heiler müssen ihren Willen im Zaum halten. Nicht der Wille soll angewendet werden, sondern die Liebe.

Ein Qualitätsmerkmal der „Authentischen Heilung in Liebe“ ist Liebe: Liebe, die dient; Liebe, die dem Nächsten dient; Liebe, die die Kraft besitzt, zu heilen; Liebe, die bedingungslos ist;– Liebe, die wahrhaftig ist. Der „Authentische Heiler in Liebe“ strebt danach, sein Bewusstsein auf die höhere Liebe auszurichten. Der Heiler stellt die bedingungslose universelle Liebe über die menschliche Liebe und Werte. Er begegnet dem Heilung Suchenden mit Wertschätzung, Empathie (vgl. Carl Rogers), Mitgefühl und Liebe und schafft liebevolle Bedingungen für die Heil – Prozess – Arbeit. Es ist ein Erfordernis für die Heilung, eine mitfühlende Verbindung des Heilers gegenüber dem Klienten herzustellen. Diese ermöglicht ihm den Zugang zu den Problemen des Klienten und stärkt dessen Vertrauen in seinen Heilungsprozess. Effiziente Heil – Prozess – Arbeit geschieht, wenn sich auch der Heilung Suchende aufrichtig mit der Kraft der Liebe verbindet und sich selbst mit Liebe und Wertschätzung begegnet.

Die Heil – Prozess – Arbeit initiiert, dass unerlöste, ungeheilte Themen ins Bewusstsein gelangen, die sehr ernüchternd und partiell auch erschütternd auf den Heilung Suchenden wirken. Um die Erlösung und Auflösung dieser möglich zu machen, ist ein Zustand der Nichtbewertung, der Akzeptanz und der Annahme herzustellen.

Der Heiler vermittelt sich selbst und dem Heilung Suchenden von Anbeginn eine rechte Geisteshaltung, die eine wahrhaftige Heil – Prozess – Arbeit überhaupt ermöglicht. Eine rechte Geisteshaltung ist, sich an der Liebe auszurichten und die universelle Liebe über die menschliche zu stellen. Es ist die Geisteshaltung der göttlichen Logik (vgl. Lazarev).

Wahrhaftig zu heilen vermag nur der, der eine Geisteshaltung vertritt, die ihm den Zugang zur wahren Heilung ermöglicht. Heilung Suchende bei ihrer Heil – Prozess – Arbeit zu begleiten, sie dennoch durch oberflächliche Scheinarbeit nicht in einen tiefgründigen und wahrhaftigen Heilungsprozess zu führen und damit letztendlich von der wahren Heilung abzuhalten, stellt ebenso eine Versuchung dar, wie sie überzutherapieren.

Der Heilung Praktizierende beachtet das Gebot, den Nächsten zu ehren und zu achten. Heil – Prozess – Arbeit muss immer von Respekt und Achtung gegenüber den Mitmenschen getragen sein. Während der Heilarbeit erkennt der Heilung Suchende, die Verletzungen tiefer zu durchdringen. Er lernt im Rahmen der Heil - Prozess - Arbeit den Großen Zusammenhang zu sehen und zu verstehen.

 

Die Heil- und Seelenqualitäten des Heilers

Der Heiler hat die Aufgabe, die Seele des Heilung Suchenden zu positiver Tätigkeit anzuregen. Dies ist ihm möglich, wenn er selbst Kontakt zu seiner Seele und / oder zu seinem höheren Selbst hat und diese über eine hohe Ausdrucks-, Strahl-, und Heilkraft verfügen.

Der „Authentische Heiler in Liebe“ richtet sich in seinem Wirken an seiner eigenen inneren Göttlichkeit - seiner Seele, seinem höheres Selbst – aus. Die Verbindung mit seiner Seele und / oder seinem höheren Selbst ermöglicht dem Heiler, sich vor Fehlhaltungen, Fehlschöpfungen und Fehlentscheidungen zu schützen und sich an der höchsten Liebe auszurichten. Über den Kontakt zu seiner Seele und seinem höheren Selbst erfährt der Heilung Praktizierende eine intuitive Einweihung in die universellen Lebensgesetze und die Gesetze der Heilung sowie Informationen aus höheren Quellen. Aus dieser Verbindung heraus wird es dem Heiler möglich, die Schleier der Illusionen zu durchdringen und die Wahrheit dahinter zu sehen, Ursachen von Krankheiten aufzudecken und einen authentischen Heilungsprozess einzuleiten.

Der größte Schutz auch für den Heiler besteht in seiner reinen, liebevollen, demütigen und gutmütigen Geisteshaltung und seinem Angebundensein an seine Seele und seinem Höheren Selbst.

Der Heiler erkennt an, dass er nur Mittler ist. Wahres Wissen, die Ausstrahlung seiner Seele, seine Fähigkeiten, Liebe zu kommunizieren und seine Begabungen regen die Seele des Heilung Suchenden zu positiver Tätigkeit an. Letztendlich kann sich jedoch der Heilung Suchende nur selbst heilen, in dem er die Gabe der Liebe annimmt.

 

Die Authentizität, Integrität, das Verantwortungsbewusstsein des Heilers

Der Heiler ist authentisch. Dies erreicht er durch die Verbindung mit seiner Seele. Er schafft ein heilendes Feld sowohl in sich selbst als auch eine heilende Umgebung. Dadurch, dass der Heiler Authentizität, Klarheit, Wahrheit und Seelenanbindung ausstrahlt, kann sich der Heilung Suchende wahrhaftig seinen Prozessen stellen, kann er die Kraft entwickeln, sich seinen Heilprozessen zu stellen sowie sich von den Energien der Nicht – Liebe zu befreien und in seiner Seelenentwicklung voranzuschreiten.

Eine wesentliche Eigenschaft des Heilers ist Integrität. Er arbeitet ausschließlich mit innerer Beteiligung. Das innere Berührt Sein leitet sein Handeln. Der Heiler vertraut dem Heilungsprozess, den er nicht zu kontrollieren sucht. Auf diese Weise bringt er dem Klienten Respekt und Wertschätzung entgegen und vermittelt ihm das Gefühl ein gleichberechtigter Partner in der gemeinsamen Arbeit am Heilungsprozess des Klienten zu sein.

Der Heiler ist sich seiner Verantwortung gegenüber seinen Klienten bewusst und nimmt diese aufrichtig wahr. Er fühlt sich der wahrhaftigen Heilung verpflichtet. Der Heiler prüft, ob er das Recht besitzt, den Heilung Suchenden durch seine Prozesse zu begleiten.

Die Ausstrahlung seiner Seele, seine seelische Entwicklung, seine fachliche Qualifikation, sein Mitgefühl, seine Fähigkeit zur Liebe und seine Begabung, den Heilung Suchenden durch seine Prozesse zu führen sind Grundvoraussetzungen für die Tätigkeit des Heilers.

Der Heiler beendet seine Arbeit zur rechten Zeit. Er bindet Heilung Suchende nicht unnötig länger als es notwendig für den Heilungsfortschritt ist. Es gibt den rechten Beginn und das rechte Ende der Begleitung des Heilung Suchenden durch den Heiler. Ab einem bestimmten Zeitpunkt ist es die Aufgabe des Heilung Suchenden, seine Heil – Prozess – Arbeit selbständig weiterzuführen und zu lernen, diese bewusst zu gestalten.

Der Heiler klärt den Heilung Suchenden über den Wert der Arbeit an sich selbst auf. Die therapeutische Intervention war notwendig und hilfreich. Ist diese beendet muss der Heilung Suchende sicher stellen, dass er nicht in alte Denk - und Verhaltensmuster zurückfällt. Dies würde den Erfolg der Heil - Prozess - Arbeit gefährden. Es ist die Aufgabe des Heilers seine Klienten darüber aufzuklären, wie wichtig die Arbeit an sich selbst ist und wie er diese Arbeit täglich leisten kann, so dass sich für den Heilung Suchenden ein ständiger Nutzen ergibt und er beständig auf seinem inneren Weg der Heilung voranschreiten kann.

 

Die Intuition, die innere Stimme, Reinheit und Gnade

 in der Heil – Prozess – Arbeit

Der Heiler ist sich seiner Seele bewusst und setzt seine Seeleneigenschaften in der Heil – Prozess – Arbeit ein. Intuition ist eine Eigenschaft der Seele. Die Fähigkeiten der Menschen unterscheiden sich durch die Kraft ihrer Intuition. Die Intuition wird durch das Streben nach Reinheit geweckt. Dieses Streben wiederum zieht die Kraft der Gnade in das Energiefeld des Menschen.

Der Heiler ist in Kontakt mit seiner inneren Stimme, der Stimme seines Herzens, mit seiner Seele. Er richtet sein Handeln danach aus. Ein Mensch, der die innere Stimme verdrängt oder überhört, funktioniert nach starren Mechanismen und seinem Intellekt, die die Herrschaft über sein Leben haben. Dieser kann nicht wahrhaftig heilen.

Der Heiler bedient sich in seiner Arbeit seiner Intuition. Mittels der Intuition hilft er dem Heilung Suchenden, die wahren Ursachen für Krankheiten und Schwierigkeiten aufzudecken.

Der Heiler weiß um die Kraft der Gnade in der Heil – Prozess – Arbeit und setzt diese bewusst und gezielt ein. Es ist seine Liebe zur Schöpfung, die es dem Heiler ermöglicht, die Gnadenenergie zu kanalisieren und für den Heilungsprozess nutzbar zu machen. Die Gnade ist wie eine Frucht vom Baum des Lebens, die der Heilung Praktizierende erntet, hat er diesen mit Liebe und Wahrhaftigkeit gepflegt.

 

Heilung als Prozess verstehen

Heilung ist ein Prozess, der den Menschen genesen lässt und ihm den Weg ins wahre Leben ebnet.

Heilung braucht Zeit, sie verträgt keinen zeitlichen Druck, da der Prozess entscheidend ist. Dem Prozess ist die zentrale Bedeutung beizumessen. Der „Authentische Heiler in Liebe“ schafft Rahmenbedingungen, die Heilung ohne Druck ermöglichen. Er arbeitet prozessorientiert.

Der Heiler klärt seinen Klienten über die Dynamiken der Prozessarbeit auf und nimmt sich Zeit für die Prozesse. Er bespricht im Vorfeld, welchen Zeitrahmen er braucht, um den Klienten dabei zu unterstützen, seine Themen zu bearbeiten und passt den Zeitrahmen immer wieder der jeweiligen Prozessarbeit an.

 

Die Ausrichtung der Heilung auf die seelische und geistige Entwicklung

Wahrhaftige Heilung ist immer auf die geistige und seelische Entwicklung des Menschen ausgerichtet.

Der Sinn des Menschseins ist Höherentwicklung durch Erkenntnis und Liebe. Der Mensch hat von der Natur Mechanismen erhalten, die seine Weiterentwicklung ermöglichen. Es ist vor allem der Mechanismus seiner Seele. Die Erkenntnis seiner Seele und die Ausbildung seiner Seelenqualitäten ermöglichen dem Heilung Suchenden, sich geistig und seelisch zu entwickeln. Der Suchende erkennt zunehmend sich selbst, das Universum und seine Gesetze.

Als Heiler tätig zu sein, verpflichtet zu ständiger geistiger und seelischer Weiterentwicklung. Er kann Heilung nur vermitteln, wenn er den Weg bereits selbst gegangen ist. Er überprüft ständig seine Geisteshaltung, sein Verhalten, seine Einstellungen und sein Wissen auf Wahrhaftigkeit. Der Heiler verfügt über zwei Arten von Bildung. Erstens hat er auf den Gebieten, auf denen er tätig ist, eine Ausbildung absolviert, so dass er über die erforderlichen fachlichen Qualifikationen verfügt. Zweitens hat er innere Seelenqualitäten erworben, die es ihm ermöglichen, wahrhaftig zu heilen. Der wahrhaftige Heiler lebt im Einklang mit der Schöpfung und beachtet deren Gesetze und ist an seine Seele angebunden. Auf diesem Weg lernt er, seine Unterscheidungskraft zu gebrauchen.

 

Im Bewusstsein des Heilers sollte folgende Tatsache verankert sein:

Alles im Universum ist Energie. Das Universum besteht aus vielen verschiedenen Energien. Auch der Mensch besteht aus verschiedenen Formen von Energie, die wir Atome nennen.

Es ist die Aufgabe des Heilers, diese Energien in eine Große Harmonie miteinander zu bringen.

 

„Authentische Heilung in Liebe“ – Die Praxis

Jeder Heiler wird auf Grund seiner individuellen Reife, seiner Begabungen und seines Auftrages, seine spezifischen Heilverfahren entwickeln, mit deren Hilfe er Heilung Suchenden unter Anwendung des Heilprinzips der „Authentischen Heilung in Liebe“ dienen kann. Bei der Entwicklung meiner individuellen Heilmethode und des Heilprinzips der „Authentischen Heilung in Liebe“ ließ ich mich ausschließlich von meiner inneren Stimme und Intuition leiten.

Nachfolgend möchte ich aufzeigen, wie es möglich ist, das Heilprinzip der „Authentischen Heilung in Liebe“ mit individuellen Begabungen und Fähigkeiten zu verbinden.

Vor einer jeden Arbeit verbinde ich mich mit meinem inneren Heiler. Weiterhin verbinde ich mich mit der Seele und dem höheren Selbst des Klienten und bitte unsere Seelen und höheren Selbste, den Heilungsprozess zu lenken. Ich stelle mich bewusst als Mittler zur Verfügung. Auch stelle ich mental eine Verbindung zwischen meiner Seele, meinem Herzen, meinem Gehirn und meiner aurischen Strahlkraft her. Aus meiner Seelenanbindung heraus ist es mir Dank der Ausstrahlung meines höheren Selbstes und meiner Kraft der Seele möglich, die Seele des Klienten zu positiver Tätigkeit anzuregen, Klienten emotional und mental für die Heilung zu öffnen sowie in der Rolle des Stellvertreters, die Seelenenergien der Familienmitglieder bzw. der aufgestellten Personen sowie die Energien der aufgestellten Symptome oder Ursachen wahrzunehmen und deren Botschaften auszudrücken. Die Bewusstwerdung der auslösenden Faktoren ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erkenntnisprozess, den der Klient auf dem Weg der Heilung durchlaufen muss. Das Erkennen der Ursachen der Symptome ermöglicht dem Klienten eine Rückkopplung an die ursächlicher, auslösenden Umstände als Voraussetzung, diese zu be- und verarbeiten und letztendlich aufzulösen.

Zunächst höre ich dem Klienten aufmerksam zu, wenn er sein Leben und die möglichen Auslöser der heutigen Krankheit oder Befindlichkeiten beschreibt. Grundsätzlich zeichne ich alles auf. Ich beginne mich einzufühlen und den roten Faden in der Geschichte des Klienten zu finden. Der Heilung Suchende trägt den Schlüssel seiner Heilung bereits in sich. Meine Aufgabe als Heilerin ist es, diesen ausfindig zu machen. Über meine Seele kann ich intuitiv „im Feld des Klienten lesen“ und Botschaften empfangen. Mitschriften helfen mir, den roten Faden im Auge zu behalten. Die Themen werden beschrieben, eingekreist und besprochen. Es gilt wahrzunehmen, welches Thema das dringlichste ist. Heilung kann gelingen, wenn systematisch vorgegangen wird. Wie bei einer Zwiebel schält sich im Rahmen der Heil – Prozess – Arbeit eine Schicht nach der anderen, bis der Klient bereit ist, zur Wurzel des Übels vorzudringen. Es ist für den Heiler eine Herausforderung, immer den nächsten Schritt im Einklang mit dem Heilprozess des Klienten zu eruieren. Nach der Anamnese beginnt die Heil - Prozess - Arbeit.

1. Das Thema und die Absicht der Heil - Prozess - Arbeit definieren

Der erste Schritt in der Heilarbeit ist dir Fixierung des Problems. Das Thema  und die bewusste Absicht werden definiert sowie schriftlich festgehalten.

2. Das Seelenbild zum Thema wird aufgestellt

Ich bitte den Klienten, das zuvor definierte Thema aufzustellen. Dabei bediene ich mich speziell für die Aufstellungsarbeit entwickelter Figuren und Formen. Der Klient stellt seine Thematik auf. Es entsteht das innere Seelenbild zum aufgestellten Thema. Die Begegnung des Heilung Suchenden mit seinem Problem, dass nun unmittelbar vor ihm steht und mit ihm kommuniziert, löst in ihm bisher verdrängte Gefühle und Gedanken und bringt diese ans Licht. Der Erkenntnisprozess beginnt, wenn der Klient sein inneres Seelenbild wahrnimmt. Wir besprechen die Wahrnehmungen, tauschen unsere Gefühle und Gedanken aus.

3. Der Heilung Suchende erkennt das Seelenbild  an

Das Seelenbild spiegelt die innere Verstrickung des Heilung Suchenden hinsichtlich seiner Thematik wider. Vor allem steht das Seelenbild, das er vorher nicht wirklich erfassen konnte greifbar vor ihm. Das löst in der Regel eine große Betroffenheit und ein tiefes inneres Berührtsein aus. Der Klient spricht über seine Gefühle, die dann noch dem Seelenbild als Energien hinzugestellt werden. Dann erkennt er das Seelenbild als ihm zugehörig und authentisch mit den Worten "So ist es" an. Die Annahme des Seelenbildes und der damit verbundenen Verstrickung ist Voraussetzung, um das vorliegende Thema einer Lösung zuzuführen.

4. Der Heilung Suchende tritt bewusst aus dem Seelenbild aus.

Nun ist der Augenblick gekommen, da der Klient aus seinem Seelenbild  "aussteigen" kann. Ich nehme die Figur, die für den Heilung Suchenden steht, aus dem Seelenbild und stelle sie dorthin, wo sich er gerade sitzt. Nun können er und seine Figur mit Abstand auf das Seelenbild "blicken", es sich sozusagen mit Abstand betrachten. oft wird dieser Schritt bereits als erleichternd empfunden.

5. Die Kommunikation beginnt. Die Wiederaufnahme der Kommunikation mit den abgespaltenen Bewusstseins- und Seelenanteilen, mit den Energien der Nicht - Liebe im Feld des Menschen führt den Menschen in ein neues Verständnis seiner Selbst, so dass Vergebung und Versöhnung geschehen kann. 

Jede Nicht - Heilung ist durch Nicht - Kommunikation entstanden.

Heilung kann geschehen,

wenn die Kommunikation wieder aufgenommen wird.

Der Heilung Suchende beginnt mit dem Seelenbild und den Energien des Seelenbildes, die er zuvor selbst aufgestellt hat, zu kommunizieren. Dabei bleibt der Klient in seiner Rolle und ich gehe in die Stellvertreterrolle. Vor der Kommunikation nehme ich noch einmal Kontakt zu meinem inneren Heiler sowie zu meiner Seele und meinem höheren Selbst auf. Ich bitte darum, dass ich die Energie, die ich jetzt vertrete, authentisch übermitteln kann. Ich stelle mich bewusst als Mittler dieser Energie zur Verfügung, damit der Heilung Suchende mit seinen abgespaltenen Bewusstseinsanteilen, mit den Energien der Nicht – Liebe in seinem Feld, mit den Energien der Ursachen für die Deformationen in seinem Feld in Kontakt treten kann. Was nun geschieht, wirkt oft Wunder beim Heilung Suchenden. Er wird sich dieser Energie auf einer Weise bewusst, wie es ihm zuvor nie möglich war. Seine Gedanken und Gefühle in Bezug auf die aufgestellte Energie waren von seinen Wahrnehmungen, seinen Vorstellungen, seinem Bewusstsein geprägt. Jetzt hat er die Gelegenheit diese so wahrzunehmen, wie sie wirklich ist. Oftmals entpuppt sich z. B. die zuvor als so belastend und störend empfundene Energie als Freund, die den Klienten vor Gefahren schützt. Diese Erfahrung berührt den Klienten so tief, dass er nicht mehr wie zuvor denken und fühlen kann. Der Heilung Suchende hat nun die Ursachen für seine Probleme erkannt und eine neue Sicht auf sein Thema gewonnen - eine Einsicht die innere Sicht auf das zu lösende Problem. In Begleitung des Heilers wird es dem Heilung Suchenden möglich, die Verstrickungen zu akzeptieren und anzunehmen. Die bewusste Annahme der aufgedeckten Ursachen und Zusammenhänge führt den Heilung Suchenden in die Lösung.

 6. Der Reue-, Vergebungs- und Versöhnungsprozess 

Die Initiierung der Heilung durch Reue, Vergebung und Versöhnung stellt eine tragende Säule im Heilungsprozess des Heilung Suchenden dar.  Aufrichtig und berührt durch das zuvor Geschehene bereut der Heilung Suchende zutiefst seinen Anteil an der Verstrickung. Er vergibt sich selbst und allen Beteiligten. „Tätern“ wird im Rahmen der Heil – Prozess - Arbeit ein Profil gegeben. Der Heilung Suchende erkennt, dass der „Täter“ selbst ein „Opfer“ ist, der aus dem Kontext seiner Lebensgeschichte gehandelt hat und dass in der Regel dem „Täter“ die Konsequenzen seines Handelns nicht bewusst waren. So wird es ihm möglich, dem „Täter“ zu vergeben. Darüber hinaus wird dem Heilung Suchenden bewusst, dass es keine „Täter“ und „Opfer“ gibt. Er erkennt, dass er gleichermaßen in den Prozess verstrickt ist und er unter Umständen durch sein Verhalten die „Tat“ begünstigt hat. Aus diesem Verständnis heraus entwickelt der Heilung Suchende die Bereitschaft, sich selbst zu vergeben. Diesen Anteil hat er in der Regel zuvor nicht wahrgenommen. Ist die Beteiligung des Klienten an den auslösenden Faktoren nicht erkennbar, weil diese in den Vorfahren oder anderen Ursachen begründet liegt, kann der Klient aus Liebe zu sich selbst und Einsicht darüber, dass es Dinge gibt, die uns nicht offenbart werden, sich selbst vergeben.

Im Kontext eines neuen Verständnisses ist der Heilung Suchende von sich aus bereit, sich zu versöhnen. Er gewinnt im Prozess der Erkenntnis und Einsicht der Energiestrukturen, die in seinem Feld existieren, zunehmend Klarheit und entwickelt ein neues Verständnis über sich selbst. Dieses macht es ihm möglich, sich selbst seinen Anteil an den Verstrickungen, anderen Beteiligten und der Energie zu vergeben, die ihn bislang leiden ließ sowie um Vergebung zu bitten.

Wahre Heilung wird durch Vergebung möglich. Die Vergebung ermöglicht es dem Klienten, sich von den Energien der Nicht – Liebe zu befreien als Voraussetzung wieder mehr Liebe in sein Feld fließen zu lassen. Wo zuvor Aggressionen und Wut das Feld des Klienten ausfüllten, können diese nun bewusst „ausgeleitet“ werden und  Energien der Liebe, Kraft und Heilung können in sein Feld fließen.

7. Das neue Seelenbild 

Wenn der Klärungs-, Reue- und Vergebungsprozess beendet ist, stellen wir gemeinsam die Erlösung auf. So verändert sich das sichtbare Seelenbild. Dieser Prozess findet in einem Raum der Liebe statt. Es brennt immer eine Kerze. Im Hintergrund laufen leise und wiederkehrend heilende Klänge. Im Prozess der Auflösung des aufgestellten Seelenbildes und der Aufstellung des erlösten Seelenbildes, stelle ich die transformierten Energien zur Erlösung an einen kleinen Altar, der auf dem Tisch steht und zünde für den Klienten in seiner neuen Position eine Kerze an. Ich bitte den Klienten, das neue Seelenbild, das lebendig und wahrhaftig auf ihn wirkt, tief in sich aufzunehmen. Der genesende Klient atmet das geheilte Seelenbild ein und integriert es in sein Bewusstsein. Dieser Prozess braucht Zeit. Anschließend beschreibt der Klient, sofern er dazu bereit ist, wie er sich jetzt fühlt. Die Heil – Prozess – Arbeit wird erst beendet, wenn alle diese Schritte vollzogen sind, d.h. wenn der Klient durch den Prozess der Erkenntnis und Einsicht gegangen ist, Verständnis erlangen konnte, um zu bereuen und letztendlich zu vergeben. Erst wenn der Klient den Erlösungsprozess vollendet und verinnerlicht hat, wird die Sitzung beendet.

Die Auflösung geschieht auf zwei Ebenen. Einerseits findet diese durch Vergebung im Gespräch mit den aufgestellten Personen und Energien statt. Andererseits wird nach dem Vergebungsritual das aufgestellte innere Seelenbild so verändert, dass eine höhere Ordnung der Liebe entsteht. Der Klient hat nun die Möglichkeit dieses neue „Seelenbild der Liebe“ in sein Feld zu integrieren. Die Heilimpulse initiieren im Feld des Klienten eine höhere Ordnung der Liebe. Dieses wiederum ermöglicht die Annäherung an die Große Harmonie.

 

Die Heilarbeit erfolgt grundsätzlich im Hier und Jetzt. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft fließen im Hier und Jetzt zusammen und verschmelzen in einem Jetztpunkt. In der Heil – Prozess - Arbeit wird alles ins Hier und Jetzt geholt und findet Jetzt statt. So wird das über Jahrzehnte Zurückliegende so wahrnehmbar, dass es jetzt stattfindet. Die Figuren (Menschen, Kinder und Formen für die Energien) unterstützen den Heilung Suchenden darin, das innere Seelenbild aufzustellen, sich in das Bild hinein zu begeben und so authentisch die Gespräche mit den beteiligten Personen und Energien zu führen. Er dringt tief in seine Seelenwelt ein. Für ihn findet das, was in seinem Seelenbild vor ihm geschieht, wahrhaftig statt. Der Heiler taucht vollkommen in den „Seelenfilm“ des Klienten ein und geht in seiner Rolle als Stellvertreter auf. Nur wenn es ihm gelingt, sich authentisch in die Situation, die beteiligten Personen und Energien einzufühlen, kann er wahrhaftig den Heilungsprozess mitgestalten. Der Heiler vergisst, dass er Therapeut ist, wenn er auch als solcher agiert. Er verschmilzt auf der Bühne des Geschehens mit den Personen und Energien, spielt seine Rolle im Lebensdrama des Klienten und der Heilungsprozess läuft in einer Einfachheit und Klarheit, so dass die ursächlichen Themen vom Urgrund des Vergessens an die Oberfläche ins Bewusstsein geholt und damit aufgelöst werden können. In keinem Augenblick bewertet der Heiler das Verhalten des Klienten, auch nicht in seinen Gedanken. Er ist vollkommen frei von irgendeiner Form der Beurteilung, weil er im Mitgefühl und dem Verständnis für den Klienten und dem Bedürfnis, den Klienten wahrhaftig in seinem Heilungsprozess zu begleiten, aufgeht. Der Heiler achtet bei der Begleitung seines Klienten darauf, dass dessen Haltung gegenüber seinen Eltern, Familienmitgliedern und anderen beteiligten Personen respektvoll ist. Er unterstützt ihn darin, Eltern und anderen Personen mit Ehrerbietung zu begegnen, sie zu lieben, zu ehren und zu achten und vermittelt dem Klienten ein Verständnis für den anderen, so dass es diesem möglich ist, zu vergeben. Voraussetzung für die dargestellte Heil – Prozess - Arbeit ist, dass der Klient auf Grund seines Gesundheitszustandes in der Lage ist, aktiv den Heilungsprozess mitzugestalten und Vertrauen in seinen Heilungsprozess zu gewinnen. Der Wille zur Genesung muss vorhanden sein.

Es ist niemals möglich den Heilungsprozess als Ganzes zu überblicken und in einer vorgegebenen Zeit zu vollenden. Möglich ist aber, das Thema, das Heiler und Heilung Suchender gemeinsam bearbeiten, als Prozess zu betrachten und in diesem Kontext, dieses Thema bzw. Aspekte desselben herauszukristallisieren und aufzulösen. So werden kleine Bausteine bzw. Anteile im Heilung Suchenden erlöst, die sich später in einen umfassenderen Heilungsprozess einfügen und dem Klienten längerfristig die angestrebte vollständige Genesung ermöglichen.

Das Problem der heutigen Praxis ist, dass die Heilarbeit an einem bestimmten Punkt aus Zeitgründen abgebrochen wird und der Heilung Suchende mit der „aufgeräufelten“ Energie dasitzt, jedoch nichts mit ihr anzufangen weiß. Die Situation kann dann für den Klienten unter Umständen sogar belastender und unerträglicher sein, als vor Beginn der Heilarbeit. Als ich vor Jahren als Heilung Suchende an Familienaufstellungen teilnahm, klagten fast alle Teilnehmer, die bereits aufgestellt hatten, über das Gefühl, festzusitzen. Ich verstand dies erst, nachdem ich selbst meine Familie aufgestellt hatte und nicht genug Zeit war, um die Arbeit richtig zu beenden. Die Therapeutin antwortete auf die Klagen: „Die Seele braucht Zeit.“ Ich habe die seinerzeit begonnene familiensystemische Arbeit mittels der Mentalaufstellung, der Aufstellung in Imagination, weitergeführt und vollendet und erfuhr dadurch wahre Heilung. Danach erlebte ich die Erleichterung, die ich bei meinen Klienten wahrnehme, wenn es vollbracht ist. Das Beispiel zeigt, dass die Wunder vollbringende familiensystemische Arbeit ins Gegenteil umschlagen kann, wenn die Heilverfahren halbherzig oder unwissend praktiziert werden.

Während meiner Arbeit empfange ich innere Bilder oder Eingebungen, die mir zeigen, welcher Schritt der nächstfolgende für den Klienten ist und wo der Klient im Heilungsprozess steht. Ich male Bilder auf, die zeigen, wo der Klient steht, was vollbracht ist und was noch vor uns liegt. Der Klient kann dadurch seinen Heilungsprozess besser überblicken. Es ist Aufgabe des Heilers, den Klienten dort abzuholen, wo er gerade steht. Die Heilthemen werden Schicht für Schicht bearbeitet, bis der Klient bereit ist, zur „Wurzel des Übels“ vorzudringen und sich von dieser zu befreien. Auf dem Weg dorthin gewinnt der Klient an Selbstvertrauen, Vertrauen in die Therapie, Vertrauen in den Heiler, Vertrauen in seinen Heilungsprozess. Er gewinnt an Selbstbewusstsein und Stärke, lernt sich selbst anzunehmen und sich seinem „Schatten“ zu stellen. Wie ein Operateur ist es die Aufgabe des Heilers, die Heilthemen im Feld des Klienten einzukreisen, seine Aufmerksamkeit auf das nächste Thema zu richten und ihn durch den Prozess der Erkenntnis zu begleiten. Der Heiler arbeitet mit dem „Feld“ des Heilung Suchenden, fokussiert Störfelder, Fehlschöpfungen und krankmachende Energien und begleitet den Heilung Suchenden darin, sich von diesen zu befreien.

Entscheidend für den Genesungsprozess ist, dass der Klient authentisch und bewusst diesen mitgestaltet und miterlebt. So gelangt er in der Therapie zur Einsicht über die Ursachen seiner Krankheit bzw. Schwierigkeiten und erkennt, die Zusammenhänge und seinen Anteil an den Verstrickungen und lernt, sich von diesen zu befreien.

Der natürliche Ablauf des Heilungsprozesses gleicht Prozessen in der Natur: Ein Same wird „in die Erde“ gelegt. Zunächst ist der Same nicht sichtbar. Der Same wird jedoch regelmäßig gegossen und die Sonne scheint darauf (durch die Heil – Prozess – Arbeit). Diese Phase ist die schwierigste, weil der Heiler den Samen in der Erde sieht und weiß, dass mit der gemeinsamen Arbeit der Samen aufgehen wird, einen Keimling entwickelt und bald die Erde durchbrechen und sichtbar werden wird. Der Heilung Suchende jedoch hat zunächst keine Beweise, dass der Same tatsächlich existiert. Noch kann er schwanken, noch können seine Zweifel seinen Glauben an den Samen zerstören. In dieser Phase braucht der Heilung Suchende eine Kraft, die ihn trägt. Doch dann wird der „Same“ sichtbar. Der Keimling durchdringt die Erde, zart und verletzbar. Er braucht Schutz, um weiter zu wachsen und zu gedeihen. Durch regelmäßiges Gießen, durch gute Wachstumsbedingungen, entwickelt sich nun ein kleines Bäumchen, aus dem später ein großer starker Baum werden kann. Aus dem Samen kann das werden, wozu er bestimmt ist, wenn die Voraussetzungen für sein Wachstum gegeben sind. Aus dem Heilung Suchenden kann das werden, wozu er bestimmt ist, wenn die Voraussetzungen durch die Heil – Prozess – Arbeit gegeben sind und er auf dem richtigen Pfad wandelt, auf dem er wahrhaftig sich selbst, sein wahres Selbst findet.